Nach Bürgermeisterwahl:

CDU verurteilt persönliche Angriffe

Nachspiel zur Bürgermeisterwahl in Brunn: Jetzt hat sich der CDU-Ortsverband Roggenhagen mit einem Schreiben an den Nordkurier gewandt.

Darin verurteilen dessen Mitglieder "die persönlichen Angriffe auf unseren Bürgermeisterkandidaten Hartmud Anner", aber auch die Attacke gegen mehrere Gemeindevertreter der Wählergemeinschaft "Unser Dorf" "aufs schärfste".

Vor der Wahl am vergangenen Sonntag war ein anonymes Flugblatt aufgetaucht, in dem die Vertreter der Wählergemeinschaft um den Wahlsieger Christian Schenk verunglimpft wurden. Die Wählergemeinschaft selbst hatte vor dem Wahltag unter dem Titel "Hart ... aber fair" einen Flyer in Umlauf gebracht, in dem Gegenkandidat Hartmud Anner nach Ansicht der CDU-Ortsgruppe persönlich angegriffen worden sei. In ihrer Verlautbarung heißt es: Die Flugschrift "Hart ... aber fair" und die anonyme Schmähschrift gegen die Mitglieder der Wählergemeinschaft "haben allen Beteiligten schweren Schaden zugefügt und widerspiegeln in keiner Weise unser Demokratieverständnis. Das ist nicht unser Stil, man greift seinen Mitbewerber nicht persönlich an."

Abschließend gehen die CDU-Mitglieder noch auf den offiziellen Wahlwerbezettel von Christian Schenk ein. Darin waren etliche Unterstützer des Kandidaten der Wählergemeinschaft namentlich aufgeführt - "und alle anderen mündigen Bürger unserer Gemeinde". Nun fragt die CDU-Ortsgruppe. "Wie will der Bürgermeister die 230 ,unmündigen' Wähler von Hartmud Anner behandeln?"

Darauf angesprochen, meint Christian Schenk, dass die Formulierung in seinem Wahlwerbeflyer "unglücklich" gewesen sei. Er und seine Unterstützer hätten sich im Nachgang darüber geärgert, heute würden sie so etwas nicht mehr schreiben. "Das kann passieren, wenn man alles allein macht", gibt sich das designierte Gemeindeoberhaupt etwas zerknirscht. Er betont, dass er kein Problem mit den Wählern habe, die ihm nicht ihre Stimme geschenkt hatten. Den Flyer "Hart ... aber fair" verteidigt er aber. "Das finde ich in Ordnung. Das war sachbezogen, eine Antwort auf die Sachen, die im Wahlflyer von Hartmud Anner stehen", so der künftige Bürgermeister.

Derweil bestätigte Verena Splettstößer, Pressesprecherin der Polizeidirektion Neubrandenburg, den Eingang von zwei Strafanzeigen im Zusammenhang mit der anonymen Schmähschrift. Die Kriminalpolizei ermittele wegen Verleumdung und übler Nachrede."Das ist nicht unser Stil."

 

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