Gespräch gesucht - nicht gefunden:

Center-Verbot für Jugendliche?

Kunden und Händler fühlten sich belästigt von den Jugendlichen vor dem Marktplatz-Center. Die Konsequenz: Hausverbote. Darüber sollte jetzt gesprochen werden. Sollte, wohlgemerkt...

Das Marktplatz-Center ist bei Jugendlichen sehr bliebt, nicht immer zur Freude von Kunden und Händlern.
Das Marktplatz-Center ist bei Jugendlichen sehr bliebt, nicht immer zur Freude von Kunden und Händlern.

"Die Problem können wir für sie nicht lösen." Monika Bittkau war enttäuscht, weil die eigentlich Betroffenen nicht am Tisch saßen."Wir spannen uns vor einen Karren und die Truppe für die wir vermitteln wollen, ist nicht da." Die SPD-Stadtvertreterin hatte gemeinsam mit der mobilen  Jugendarbeit um ein vermittelndes Gespräch beim Marktplatz-Centermanager Michael Dittrich gebeten. Eingeladen waren einige Jugendliche, die von einem Hausverbot betroffen waren. Doch niemand von ihnen kam. So wurde es nur ein Gespräch über Jugendliche und nicht mit Jugendlichen.

Anfang Mai habe es massive Beschwerden von Kunden und Händlern gegeben, weil sich am Eingang Krämerstraße  von Tag zu Tag immer mehr Jugendliche versammelten, am Ende bis zu 60. Sie belästigten Kunden, hinterließen ihren Müll und es wurde auch eine Scheibe Sicherheitsglas eingetreten, erläuterte Michael Dittrich die Sicht des Centers. Auf vermittelnde Gespräche durch den Sicherheitsmann des Centers  wurde nicht reagiert, deshalb  sprach man mündliche Hausverbote aus. Seitdem sei Ruhe, so  die Beobachtung  des Managers. Er habe nichts gegen Jugendliche im Center, wenn sie sich entsprechend benehmen. Aber es gehe nur miteinander, deshalb habe er sich auch Zeit für das Gespräch genommen.

Das Marktplatz-Center  sei nun mal bei jungen Leuten der Favorit,  weil es in der Innenstadt keine Räume mehr für Jugendliche gibt, so die beiden Sozialarbeiter Simone Schnackenberg und  Roger Müller. Sie haben in den vergangenen  Wochen viel mit vom Hausverbot betroffenen Jugendlichen geredet. Die beiden  sind sich sicher, dass im Herbst und im Winter die Probleme wieder auftreten werden. Denn im Einkaufszentrum sei es  nun mal warm und trocken.  Sie boten ihnen Hilfe an, die auch gern vom Center-Manager angenommen wurde.