Vorsicht auf der L35!:

Damwild büxt aus Naturerlebnispark aus

Das war kein geplanter Ausflug, zu dem sich die Bewohner des Damwildgatters aufgemacht haben. Und es sind immer noch nicht alle Tiere wieder zurückgekehrt. Eine besondere Gefahr kann die Park-Chefin dennoch nicht für die Umwelt sehen.

Wildwechsel und Tempo 70 sollten jetzt erst recht auf der L 35 zwischen den Abzweigen Mühlenhagen und Weltzin beachtet werden.
Christina Weinreich Wildwechsel und Tempo 70 sollten jetzt erst recht auf der L 35 zwischen den Abzweigen Mühlenhagen und Weltzin beachtet werden.

Wer sich während der vergangenen zwei Wochen auf den Weg zum Naturerlebnispark Mühlenhagen machte und dabei insbesondere das imposante Damwild im weitläufigen Gatter beobachten wollte, hatte Pech. Das Gatter war leer. Die Wildtiere waren bis vor Kurzem nicht da. Sie waren auf Wanderschaft. Vor gut 14 Tage büxten sie aus ihrem angestammten Revier im Naturpark aus. Jemand hatte den Zaun aufgekniffen und so gelang den Tieren der Gang in die Freiheit. Der leider auch über die viel befahrene L 35 führt.

Von drei Tieren fehlt noch jede Spur

Der größere Teil des Rudels sei wieder im Gatter beziehungsweise von Jägern zur Strecke gebracht worden, sagt Heidelinde Kurzhals, die Chefin des Naturerlebnisparkes bei Mühlenhagen. Leider wisse niemand von ihren Mitstreitern, wer sich da solche üblen Späße erlaubt und den Zaun einfach aufschneidet. Das sei im Übrigen auch nicht das erste Mal passiert, beim Rotwild sei vor längerer Zeit Gleiches geschehen. Von den 14 Tieren seien nun sechs erschossen worden, drei seien noch unterwegs im Wald und wurden in den letzten Tagen nicht mehr gesichtet. „Wir haben die Jäger der Umgebung und auch Dorfbewohner sofort über den Vorfall informiert und sie um Mithilfe gebeten.“

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