Marktplatzbebauung:

Das Herz der City soll fit gemacht werden

Jetzt gibt es Pläne, was mit dem Areal am Markt nach dem Abriss des Hotels kommen könnte. Dabei wurden auch einige Überraschungen aus dem Hut gezaubert.

So könnte der Marktplatz in Zukunft aussehen.
Grafik: Kunst+Herbert So könnte der Marktplatz in Zukunft aussehen.

Neubrandenburg. Wenn das HKB fertig ist, wird es nur eine kleine Atempause geben, bis sich die Kräne im Herzen der Neubrandenburger Innenstadt weiterdrehen. Die Investoren für die Fläche zwischen Marktplatz und Konzertkirche haben nun konkrete Pläne vorgestellt und dabei für so einige Überraschungen gesorgt.

Nach dem Abriss des jetzigen Hotels "Radisson blu" soll zum Marktplatz hin ein Gebäude aus hellem, mittelgrauen Stein und großen Glasflächen mit insgesamt rund 6600 Quadratmetern Handelsfläche entstehen. Die Geschosshöhe passt sich an die jeweiligen Nachbarn an, was für eine ungewöhnlich geschwungene Dachform sorgen wird. "Verspielt und avantgardistisch" sei sie, heißt es bei den Planern.  In dem Gebäude sind Läden ab 50 Quadratmeter vorgesehen, aber auch die von den Stadtentwicklern bislang so vermissten großen Handelsflächen bis zu 2600 Quadratmetern. Das Haus ist komplett dem Handel gewidmet - an der Stargarder Straße teilweise bis zum zweiten Obergeschoss. 

Zwischen dem neuen Einkaufszentrum und der Marienkirche wird nun doch kein Hotel gebaut, wie es bisher von verschiedenen Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Kultur gefordert wurde. Hier ist im Erdgeschoss vielmehr ein Lebensmittelhändler mit Vollsortiment sowie an der Ecke Waagestraße ein Café mit Bäckerei geplant. Darüber: Ein viergeschossiges Parkhaus mit bis zu 400 Stellplätzen. Dieses werde eine ansprechende Fassade mit viel Glas erhalten, sagt Martin Ahrens von der Achim Griese Treuhandgesellschaft aus Hamburg, die gemeinsam mit der  Arcadia Investment GmbH aus Leipzig im vergangenen Sommer die 7000 Quadratmeter große Fläche gekauft hat.

Für ein Hotel gibt es andere Pläne.

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Kommentare (3)

Vielleicht sollte man auch gleich noch den Marktplatz überdachen dann wäre die schon mal die halbe Innenstadt zu einer einzigen Shopping-Mall in dezentem Grau-in-Grau umgebaut. Ich freue mich auch auf den sonnabendlichen Verkehrsinfarkt wenn die Autoschlangen dann die umliegenden Strassen füllen werden. Aber immerhin werden wir dann endlich die dringend benötigte Auswahl zwischen 39 Klamottenläden haben ...

Überall werden Läden wegen Umsatzeinbußen geschlossen, nur in Neubrandenburg wird kräftig in ein Einkaufszentrum investiert. So die Pläne jedenfalls. Liegt das daran das es im Kreis Neubrandenburg so hohe Löhne gibt und die Leute das Geld gern beim Bummel ausgeben? Mecklenburger....schaut auf diese aufstrebende Stadt!

In unserer Stadt gibt es auch noch nicht genug Läden. Bald könnt ihr die Turmstraße ebenfalls umgestalten, weil die kleinen Läden dicht machen müssen. Die Stadt sollte sich lieber Gedanken um ihre Bürger machen und das Geld in Sport und Bildung investieren.