Bürgerinitiative lässt nicht locker:

Datzeberger wollen ihre Schule retten

Die Bürgerinitiative nimmt die Verwaltung beim Wort: Wenn die Grundschule bleiben soll, dann muss aber am baulichen Zustand etwas getan werden.

Die Bürgerinitiative auf dem Datzeberg will möglichst viele Stimmen für eine Sanierung oder einen Neubau der Grundschule sammeln. Dieter Bittkau (links) hat schon eifrig damit angefangen.
Ingmar Nehls Die Bürgerinitiative auf dem Datzeberg will möglichst viele Stimmen für eine Sanierung oder einen Neubau der Grundschule sammeln. Dieter Bittkau (links) hat schon eifrig damit angefangen.

Irene Elstner muss nicht lange überlegen. Sie nimmt den Stift und setzt ihren Namen auf die Liste. „Bildung ist wichtig, damit aus Kindern etwas wird“, sagt die Rentnerin vom Datzeberg. Dieter Bittkau von der Datzeberger Bürgerinitiative freut sich, denn mit der Unterschrift von Irene Elstner wächst die Liste der Unterstützer für eine Sanierung der Datzeberger Grundschule oder einen Neubau. „Das sollen die Stadtvertreter entscheiden. Aber eines von beiden muss bald umgesetzt werden“, erklärt Bittkau den nächsten Leuten, die aus dem Datzeberg-Center kommen.

Die Schule auf dem Datzeberg soll bleiben, haben sowohl Stadt- als auch Kreisverwaltung erklärt. Dieter Bittkau und den anderen Mitglieder der Bürgerinitiative reicht die Aussage aber nicht. Sie wollen, das auf das Bekenntnis auch Taten folgen. Und das möglichst bald. Dass sie damit nicht alleine stehen, soll die Unterschriftensammlung belegen.

Unterschriften sollen an Stadtvertreter gehen

Auch die großen Vermietungsfirmen dürften ein Interesse daran haben, dass die Schule aufgewertet wird. „Man mietet nicht nur eine Wohnung auf dem Datzeberg. Man mietet den ganzen Datzeberg mit. Die beste Wohnung verliert an Wert, wenn die Umgebung schlecht ist“, sagte Professor Dr. Johannes Boettner von der Hochschule Neubrandenburg bei der Verabschiedung von Tom Liebelt, der sieben Jahre lang das Stadtteilbüro leitete.

Jetzt hilft seine Nachfolgerin, Anne Henning, der Bürgerinitiative dabei, ihre Interessen gegenüber der Stadtvertretung zu formulieren. Immerhin gehören mit Ralf Burmeister, Monika Bittkau und Renate Klopsch ein paar waschechte Datzeberger der Bürgervertretung an. Die wird darüber entscheiden, ob und wann sich die Bedingungen für die Datzeberger Kinder verbessern werden. Darum will Bittkau die gesammelten Unterschriften auch letztlich den Stadtvertretern übergeben.