Ab in die Fluten:

Der Badespaß beginnt wieder

Neubrandenburg investiert jedes Jahr eine sechsstellige Summe, damit die zehn Badestellen der Stadt sauber, ordentlich und sicher sind. So wurden im Augustabad mehr als 100 Tonnen Sand angefahren, um den Wellenfraß am Ufer zu ersetzen. Und trotzdem gibt es einen sehr guten Grund, auch mal den Reitbahnsee zu besuchen.

Kurze Besprechung am Ufer des Reitbahnsees mit Schwimmmeisterin Andrea Voß (3. v. r.). Der Rasen wird gerade geschnitten, dann ist alles bestens vorbereitet für die Badesaison.
Nieswandt Kurze Besprechung am Ufer des Reitbahnsees mit Schwimmmeisterin Andrea Voß (3. v. r.). Der Rasen wird gerade geschnitten, dann ist alles bestens vorbereitet für die Badesaison.

Bitteschön, wer sich bei nur zwölf Grad Wassertemperatur traut, kann ab Freitag in der guten Badestube Neubrandenburgs abtauchen. Denn im Augustabad am Tollensesee ist alles bestens gerichtet für die Badegäste, berichtet Schwimmmeisterin Andrea Voß. Der Rasen ist gemäht, die Wasserwacht des DRK ist von heute bis zum 15. September im Einsatz. Der vom Uferbereich weg geschwemmte Sand wurde ersetzt, sagt Bernd Stange vom Eigenbetrieb der Stadt. Das sei notwendig gewesen, damit sich niemand den Fuß verknackt am 40 Zentimeter hohen Absatz, der durch die „Sand raubende Strömung entstand, erläutert er. „Wir ließen mehr als 100 Tonnen Sand anfahren und verteilen“, sagt Stange.

Alles macht einen frischen, sauberen Eindruck wie in einer guten Badestube, als die Fachleute der Stadt die städtischen Strandbäder Augustabad und am Reitbahnsee (geöffnet ab 18.  Mai) abnehmen. Kein Müll liegt herum, der Rasen ist frisch gemäht, der Sandstreifen am Wasser geharkt. „Die Papierkörbe werden täglich geleert, Abfall wird eingesammelt und der Sandstreifen durchgeharkt, sechs Mal im Jahr geht der Rasenmäher über die Grasflächen“, zählt Annemarie Pretzel, ebenfalls vom Eigenbetrieb, auf, was der beauftragte Betrieb alles für Ordnung und Sauberkeit unternimmt.

„Das klappt gut. Aber das Problem ist, dass viele Badegäste ihren Abfall einfach hinschmeißen. Oder unmittelbar am Wasser Lagerfeuer abbrennen, Müll und Flaschen in die Flammen werfen – und den ganzen Dreck dann liegen lassen“, schildert Bernd Stange die alltäglichen Ärgernisse, mit denen sich die Verantwortlichen herumärgern müssen.

Wasser des Tollensesees trüber als sonst

Am wichtigsten aber ist für viele: Ist das Wasser sauber oder nicht? Mit diesem Thema ist regelmäßig Kathrin Horn vom Gesundheitsamt des Landkreises beschäftigt. Mit Kennerblick sieht sie sich die Strandbereiche genau an und nimmt Wasserproben. Die Ergebnisse der aktuellen Proben erwartet sie am Freitag. So viel kann sie aber vorher schon sagen: „Die Wasserqualität im Reitbahnsee ist ausgezeichnet. Der Tollensesee allerdings sieht in diesem Frühjahr nicht so gut aus.“ Das Wasser in dem zehn Kilometer langen und 2,4 Kilometer breiten Zungenbeckensee ist nicht so klar wie sonst. Wahrscheinlich haben der häufig starke Wind und die damit verbundenen Wellen den Seeboden aufgewühlt, vermutet Kathrin Horn.

Über die Ergebnisse der Wasserproben und Angaben zu den Seen können sich die Badegäste an Aushängen in den Strandbädern informieren. Demnach ist zum Beispiel der Reitbahnsee 8,7 Meter tief und wurde seit 2002 jährlich mit dem Umweltsymbol „Blauen Europaflagge“ ausgezeichnet.

Mit Badestellen ist Neubrandenburg reichlich gesegnet, zehn städtische gibt es insgesamt, zwei sind bewacht. Die Stadt gibt in jedem Jahr rund 180 000 Euro aus, um die allesamt kostenlos nutzbaren Bäder in Schuss zu halten.

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