Zusammenhalt ist gefragt:

Der FCN ruft seine Fans vor das Neubrandenburger Rathaus

Sportler sollen den Stadtvertretern am Donnerstag klar machen, worüber die während ihrer Sitzung eigentlich reden.

Was zum 50. Knabenturnier gut klappte, soll auch jetzt bewiesen werden: der Zusammenhalt der Fans für den 1. FC Neubrandenburg 04.
Nk-Archiv Was zum 50. Knabenturnier gut klappte, soll auch jetzt bewiesen werden: der Zusammenhalt der Fans für den 1. FC Neubrandenburg 04.

Der Präsident des krisengeschüttelten FC Neubrandenburg, Torsten Hanke, hat die Mitglieder, Fans und Unterstützer des führenden Fußballvereins der Viertorestadt für Donnerstag ab 14 Uhr zu einer Kundgebung vor das Rathaus gerufen. Hintergrund der Demonstration der Sportler: Neubrandenburgs Ratsfrauen und Ratsmänner beraten an diesem Tag über die weitere finanzielle Unterstützung des Vereins. „Wir wollen den Abgeordneten zeigen, worüber sie bei diesem Thema sprechen und ihnen das Gesicht des FCN zeigen: Fast 700 Mitglieder und über 30 Mannschaften von den Bambinis bis zu den Oldies“, so Hanke.

Der Präsident appelliert an die Sympathisanten, schon vor der geplanten Kundgebung Fantasie walten zu lassen: „Kommt mit Schals und Mützen des Vereins, kommt in euren Trainingsanzügen, fertigt originelle Plakate an. Macht Stimmung im positiven Sinne“. Die Aktion mache aber nur dann Sinn, so der Präsident weiter, wenn sich möglichst viele FCN-Anhänger die Zeit nehmen, an der Kundgebung teilzunehmen.

Die Schulden des FCN beliefen sich zum 15. November 2015 auf rund 115  000  Euro. Der Verein hofft, dass die Stadtvertreter am Donnerstag die Stadtwerke erneut ermächtigen, das Sponsoring des FCN wieder aufzunehmen.

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Kommentare (1)

Bei aller liebe zum FCN darf ich aber erwarten das er als Verein nicht solche Schulden anhäufte. Zumal auch hinter dem FCN der DFB steht mit seinen Milliarden. Wenn die Stadtwerke der Meinung sind die Schulden zu übernehmen liegt es am Geschäftsführer. Der Kunde kann selbst abstimmen und andere Partner wählen. Von der Stadt erwarte ich eine Gleichbehandlung aller Vereine. Wenn dem FCN Steuermittel zukommen erwarte ich die gleiche Summe von Babyverein bis zum Seniorenverein. Auch wir leisten Jugendarbeit in der Stadt mit unseren Mitgliedern. Nur wirtschaften die meisten anderen Vereine besser und vor allem gewissenhaft ohne Schulden zu machen. Die Stadt kommt auch ohne FCN klar. Und andere Sportvereine gibt es auch noch.