:

Derby-Klassiker mit zwei Gegnern auf Augenhöhe

VonFlorian FerberAnders als das Hinspiel ist die Partie des FSV 90 Altentreptow gegen denFSV Reinberg in der Fußball-Landesklasse II ein Duell mit offenem ...

Im Zweikampf: Altentreptows Defensivmann Stefan Wendel (links) und Reinbergs Kapitän Andreas Steltner.[KT_CREDIT] FOTO: Florian Ferber

VonFlorian Ferber

Anders als das Hinspiel ist die Partie des FSV 90 Altentreptow gegen den
FSV Reinberg in der Fußball-Landesklasse II ein Duell mit offenem Visier auf beiden Seiten. Mit 4:3 (3:2) ringen die Gastgeber ihre Kontrahenten nieder.

Altentreptow.Sieben Treffer, wechselnde Führungen, zwei Gegner auf Augenhöhe: Der Derby-Klassiker in der Landesklasse II zwischen dem FSV 90 Altentreptow und dem FSV Reinberg bot einmal mehr einen unterhaltsamen Fußball-Nachmittag und verlief dazu noch erstaunlich fair. Sowohl Axel Polchow und Frank Rohloff, die Trainer beider Auswahlen, als auch die Schiedsrichter zeigten sich erfeut und teils überrascht über den Umgang der Langzeit-Rivalen auf dem Treptower Rasen. Trotzdem war das Kräftemessen mit sieben Treffern vor allem in der ersten Halbzeit abwechslungsreich und mit 4:3 (3:2) eine viel engere Kiste als beim mühelosen 7:1-Hinspielsieg der Tollensestädter.
Robin Holtz brachte die Gastgeber in der achten Minute in Front. Doch dass die Reinberger unter Coach Frank Rohloff in vielen Bereichen im Vergleich zur Hinrunde zugelegt haben, zeigten sie im Anschluss deutlich. Gegen eine schläfrig wirkende Altentreptower Defensive drehten Tobias Stuth mit einem sehenswerten Schuss (17.) und Chris Rohloff per Strafstoß (20.) – FSV-90-Ersatzkeeper Tommy Röwer hatte Steffen Wolff zu Fall gebracht – den Rückstand in eine überraschende Führung. „Wir haben uns kämpferisch dagegengestellt und sind drangeblieben“, kommentierte Reinbergs Trainer Frank Rohloff nach dem Spiel.
Doch auch die Polchow-Schützlinge schalteten vor dem Seitenwechsel wieder in den Angriffsmodus und gingen durch einen Kopfballtreffer vom anderem Stuth-Bruder Andreas (29.) und durch Christian Meyer, der aus einem Strafraum-Gewühl heraus einnetzte (37.), mit 3:2 in die Kabine.
Die zweiten 45 Minuten begannen sogleich mit einem Paukenschlag: Robin Holtz versenkte eine Hereingabe zum 4:2 (46.). „Genau davon haben wir in der Halbzeit gesprochen. Das wollten wir unbedingt vermeiden“, ärgerte sich Frank Rohloff. Trotzdem fiel sein Team nicht komplett auseinander, sondern bot dem Dritten der Tabelle Paroli und kam durch eine artistische Einlage von Tobias Stuth (50.) noch auf 3:4 heran. Das zollte auch dem Gegner Respekt ab. „Reinberg hat super gespielt und gekämpft und hätte den Ausgleich verdient gehabt. Philipp Köppen fehlt uns an allen Ecken und Enden“, sagte FSV-90-Trainer Axel Polchow, dessen Elf am Ende noch reichlich zittern musste – auch weil eigene Konter zu schlampig ausgespielt wurden.
FSV 90 Altentreptow: Röwer;
Kowalski, Meyer, Wendel, Eckhardt (78. Schmidt), Brähmer, Lieberenz, Roloff, Albrecht (62. Pukowski), Holtz (50. Zühlke), A. Stuth
FSV Reinberg: Meyen; Drews,
Dahnke, Steltner, Fritzsche, Stöck, Krüger, Klemm (78. Borchardt), T. Stuth (68.
E. Rohloff), St. Wolff, Ch. Rohloff (84. Ch. Wolff)