Mecklenburger Seenrunde :

Die Damen haben ihr Ziel erreicht

Immer mehr Radsportler beenden im Sekundentakt die Mecklenburger Seenrunde. Die Frauentour ist bereits Geschichte. Die registrierten Stürze aus den Morgen- und Vormittagsstunden sind wohl glimpflich verlaufen.

Glücklich sind sie, zu Recht! Die Frauentour ist beendet. Sie haben 90 Kilometer in den Beinen.
Paulina Jasmer Glücklich sind sie, zu Recht! Die Frauentour ist beendet. Sie haben 90 Kilometer in den Beinen.

Gute, nein sogar euphorische Nachrichten von der Mecklenburger Seenrunde: Gut acht Stunden nach dem Start der Frauenrunde sind die Damen ins Ziel gekommen.Die Radfahrerin, die zur Mittagszeit in der Bergstraße gestürzt war, hat Schürfwunden davon getragen und musste glücklicherweise lediglich ambulant behandelt werden, heißt es aus der Leitstelle. Die Verantwortlichen zeigten sich außerdem darüber erleichtert, dass die für die Region Neubrandenburg angekündigte Unwetterwarnung gut überstanden worden ist. Das Wetter schlug keine derartigen Kapriolen wie befürchtet.

Wie viele Radsportler bereits eingetrudelt sind, lässt sich nicht so genau sagen: Das Gros der Teilnehmer kommt zwischen 15 und 18 Uhr im Ziel an - zwischen den Finishern liegen nur Sekunden. Die letzten Fahrer befinden sich in der Nähe von Moltzow, dort ist auch der Besenwagen. Außerdem ist ein Extra-Shuttle-Service eingerichtet, der Radfahrer, die einfach nicht mehr können, in den Kulturpark zurück bringt. Doch die meisten Fahrer schaffen es natürlich aus eigener Kraft ins Ziel. Rund 1000 Helfer gewährleisten einen reibungslosen Ablauf. Allein die Freiwilligen Feuerwehren haben 68 Streckenposten auf den 300 Kilometern. Manche sind in einem Vier-Schicht-System vor Ort. 

Bis zur Mittagszeit registrierte die Leitstelle der Mecklenburger Seenrunde mehrere Stürze durch Eigenverschulden. Zwei Leute mussten ins Krankenhaus, sie erlitten Schulter- und Armverletzungen. Auch Unterkühlung und Erschöpfung machten den Sportler insbesondere in den Samstagmorgenstunden zu schaffen. Zu dem Zeitpunkt befanden sie sich in Höhe von Röbel beziehungsweise Nossentiner Hütte.

Nur wenige Vorfälle insgesamt

Gemessen an der Gesamtteilnehmerzahl von gut 2500 Leuten seien das nur sehr wenige Vorfälle, heißt es aus der Leitstelle. Insbesondere die neue Streckenführung trage ihr Übriges dazu bei - kein Kopfsteinpflaster mehr so wie noch im vergangenen Jahr. Insgesamt zwölf Krankenwagen befinden sich an der Strecke, die strategisch so eingesetzt werden, so dass sie schnellstmöglich helfen können. Technische Defekte tendierten gen Null, so die Veranstalter.

Straßen im Stadtgebiet wieder frei

Die Startphase, die sich über Stunden am Freitagabend und Samstagmorgen hinzog, sei unfallfrei über die Bühne gegangen, sagte Polizeihauptkommissar Stefan Neumann. Er war der Einsatzleiter der Polizei. Neunzehn Beamte am Freitag und nochmals 19 am Samstagmorgen hatten die Fahrt der Radfahrer bis nach Fünfeichen abgesichert. Autofahrer auf der Neustrelitzer Straße mussten immer mal wieder ein paar Minuten warten, um die Radfahrer passieren zu lassen. Jetzt sind die Straßen im Stadtgebiet wieder frei. Allerdings müssen Verkehrsteilnehmer weiterhin mit Radfahrern rechnen, die in Neubrandenburg, aber auch insbesondere auf den Landstraßen des Kreises, unterwegs sind und Kilometer für Kilometer abreißen.

Mehr als 500 Frauen waren auf ihrer Frauentour unterwegs. Insgesamt 1968 Radsportler haben sich laut Angaben der Organisatoren an den 300-Kilometer-Kanten gewagt.

Wetter spielt mit

Georg Benedix aus Sachsen war indes der Erste im Ziel nach 300 Kilometern. Er gehörte zu den Fahrern, die bereits am Freitagabend gestartet waren. Diese Radfahrer werden bei den Organisatoren liebevoll als "Nightrider" bezeichnet, also die Nachtfahrer. Der Erste konnte nahezu mit der Speed-Gruppe abklatschen, die als letzter Pulk auf die 300 Kilometer gegangen ist. Das Wetter hält sich derzeit, es ist zwar weiterhin recht frisch, aber zumindest regnet es nicht mehr.

Am Freitagabend war die Mecklenburger Seenrunde gestartet. Bei Bratwurst und Bambule wurden sie von hunderten Schaulustigen auf die riesige Etappe geschickt. Unter Anfeuerungsrufe keuchten sie die Bergstraße hinauf, und dann weiter nach Burg Stargard. Viele Hundert Viertorestädter hatten sich die Show nicht entgehen lassen. Noch bis 22.30 Uhr wurde gestartet.

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