:

Die Innenstadt wird überrollt

Die Jagd nach Weihnachtsgeschenken hat begonnen, der Weberglockenmarkt ist eine beliebte Adresse. Nicht jeder kam mit seinem Fahrzeug unbeschadet durch das Gewühl.

Schön war das Wetter nicht am esten Adventswochenende. Das störte die vielen Weberglockenmarkt-Besucher aber nicht.
H. Nieswandt Schön war das Wetter nicht am esten Adventswochenende. Das störte die vielen Weberglockenmarkt-Besucher aber nicht.

 Die Innenstadt platzte am ersten Adventswochenende aus allen Nähten. Der gerade eröffnete Weberglockenmarkt, der verkaufsoffene Sonntag und der neue H&M im umgebauten HKB lockten viele Menschen an. Das große Verkehrschaos blieb zwar aus, aber der Sonnabend begann für zwei Innenstadtbesucher gleich mit einem 2500 Euro teuren Crash in der Tiefgarare des Marktplatzcenters.

Und dabei blieb es nicht: Fast zehn Unfälle in der Innenstadt hatten nach Einschätzung der Polizei mit dem hohen Verkehrsaufkomen zu tun.

Der Handel zeigt sich indes zufrieden. „Wir hatten zwischendurch richtig viel zu tun“, blickte Dörthe Stöhr auf den einzigen Einkaufssonntag der Adventszeit zurück. Sie ist Juniorchefin im Geschäft Ring Foto Stöhr und erzählte, dass zum Beispiel hochwertige, schöne Bilderrahmen gut gefragt waren.

Gemütliche Stimmung oder Lebensmittel-Markt?

Trubel herrschte auch, besonders als es dunkel wurde, auf dem Weberglockenmarkt. Familie Hinrichsen aus Greifswald war extra nach Neubrandenburg gekommen: „Der Weihnachtsmarkt hier verbreitet mehr Stimmung, ist gemütlicher als bei uns“, sind sich die fünf Hansestädter einig. Susanne Skopnik aus Neubrandenburg ist allerdings ganz anderer Meinung: „Das hat mit Weihnachtsmarkt nichts mehr zu tun, das ist ein Lebensmittelmarkt“, findet sie. Ihr fehlen attraktive  handwerkliche Stände.

Dass viele Auswärtige am Sonntag nach Neubrandenburg kamen, um sich umzusehen, hat Rona Brunk auch in ihrem Geschäft „Marienkäfer“ bemerkt. Ihre Bilanz für den verkaufsoffenen Sonntag: „Sehr gut gelaufen.“ Viele Eltern und Großeltern kauften hochwertige Konfektion und stabiles Holzspielzeug für die Kinder und Enkelkinder zu Weihnachten.

Bummeln macht Appetit: Ebenfalls am Stand, der schon von weitem nach Knobi-Broten riecht, warteten Hungrige. So auch die Neubrandenburgerin Sophie Müller, die mit einigen Tüten beladen war: „Jetzt habe ich alles an Geschenken beisammen, nun habe ich Ruhe bis zum 24.“, sagte sie froh.

Weiterführende Links