Tag des Einbruchsschutzes: Polizei lädt ein:

Dieben soll das Leben erschwert werden

Vor dem Tag des Einbruchschutzes informiert Detlef Bönisch über sichere Türschlösser und erweiterten Einbruchschutz. Am Sonntag können sich Bürger von 10 bis 16 Uhr bei der Polizeiinspektion über Schutzmaßnahmen erkundigen.

Kriminalhauptkommissar Detlef Bönisch vor dem Kripo-Infomobil, das auch am Sonntag zum Tag des Einbruchschutzes vorfährt.
Marcel May Kriminalhauptkommissar Detlef Bönisch vor dem Kripo-Infomobil, das auch am Sonntag zum Tag des Einbruchschutzes vorfährt.

Sonntag Nacht werden die Uhren umgestellt - eine Stunde mehr Zeit für Einbrecher, in fremdes Eigentum einzusteigen. Zum bundesweiten Tag des Einbruchschutzes veranstaltet die Polizeiinspektion Neubrandenburg deshalb einen Tag der offenen Tür.

Nicht offen sollte die Tür bleiben, wenn man das Haus verlässt, ist schon mal einer der Tipps. Kriminalhauptkommissar Detlef Bönisch erklärt, was man noch beachten muss, um das Einbruchsrisiko möglichst gering zu halten: "Fenster dürfen nicht gekippt bleiben." Aus versicherungstechnischer Sicht seien gekippte Fenster offene Fenster. Verliert man seinen Schlüssel, sollte man den Schließzylinder auswechseln - und den Schlüssel keinesfalls unter der Fußmatte verstecken. Derartige "Geheimverstecke" sind Kriminellen natürlich bekannt. Wichtig sei auch, so Bönisch, keine Hinweise auf Abwesenheit zu geben. "Nicht über Facebook oder auf dem Anrufbeantworter verkünden, dass man gerade für ein paar Wochen im Urlaub ist und das Haus leer steht..."

Denn Einbrecher gehen meistens sehr pragmatisch vor. "Sie prüfen, bei welchen Häusern sie den geringsten Aufwand haben", so Bönisch. Dabei ginge es um Schnelligkeit: Je weniger Zeit die Einbrecher mit dem Aufbrechen von Tür- oder Fensterschlössern benötigen, umso wahrscheinlicher setzen sie einen begonnenen Einbruch fort. Wenn sie länger als drei Minuten brauchen, brechen viele nicht ein - sondern den Einbruch ab.

Während die Wohnungseinbrüche im Bereich Mecklenburgische Seenplatte im Jahr 2012 von 140 (Jahr 2011) auf 235 anstiegen, gehen sie im laufenden Jahr leicht zurück. "Die Vorjahressumme werden wir wahrscheinlich nicht erreichen", prognostiziert Bönisch und freut sich darüber, dass sich die Ermittlungsarbeit auszahlt. Für Neubrandenburg sei außerdem die Aufklärungsrate mit 50 Prozent sehr hoch. an selbst im Haus ist und schläft.

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