Triumph für Woggersins Speicher :

Dieser Stall ist preisgekrönt

Das Woggersiner Schloss war bereits platt. Da rollte der Abrissbagger auch schon in Richtung Speicher. Doch die Maschine konnte noch rechtzeitig gestoppt werden. Aus dem alten Gemäuer wurde ein Schmuckstück, das nun sogar einen Preis erhielt.

So kennen nicht nur die Woggersiner ihren Speicher. Mit seinen Märkten hat der sich in der Region einen Namen gemacht.
Anett Seidel So kennen nicht nur die Woggersiner ihren Speicher. Mit seinen Märkten hat der sich in der Region einen Namen gemacht.

Abriss ja oder nein? Das war die Frage zur Jahrtausendwende in Woggersin. Und die Einwohner entschlossen sich, das Bauwerk zu sanieren. Das ist so nachhaltig passiert, dass es dafür jetzt einen Preis vom Bundes­ministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gab. 600 Vorschläge waren für die Auszeichnung eingegangen.

Büroleiterin Maxi Ernst weiß, dass die Gemeinde sich damals für Fördermittel stark gemacht hat. Der Verein Kultur- und Wirtschaftszentrum Woggersin entstand. 2001 fand der erste Weihnachtsmarkt - noch in nur zwei Räumen - statt. Die Fuß­böden waren noch nicht erneuert, das ganze Ambiente glich einer Baustelle. Doch die Gäste überrannten die Macher fast. Ein voller Erfolg. Seitdem fanden im Woggersiner Speicher zirka 45 Märkte statt, mit durchschnittlich jeweils 5000 Besuchern.

Maxi Ernst weiß, dass es immer schwieriger wird, freiwillige Helfer zu finden und Gäste ins Haus zu locken. Aber die Woggersiner lassen deshalb nicht nach. Am 11. Oktober steht ein Konzert mit Sally Gardens auf dem Programm (19 Uhr). Zum „Plattdeutschen Nachmittag“ wird am 8. November ab 15 Uhr eingeladen.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung