Presse-Shop am Bahnhof Neubrandenburg geschlossen:

Droht der Bahnhof zu veröden?

Keine Toiletten und nun auch kein Zeitschriftenhandel mehr. Reisende sind am Bahnhof der Viertorestadt immer mehr aufgeschmissen.

Kunden stehen vor verschlossener Tür. Seit Donnerstag hat der Zeitschriftenhandel im Bahnhof zu. 
Robert Stoll Kunden stehen vor verschlossener Tür. Seit Donnerstag hat der Zeitschriftenhandel im Bahnhof zu. 

Geschlossen ist seit Donnerstag der Zeitschriftenhandel im Neubrandenburger Bahnhof. Warum der Laden schloss, ist nicht bekannt. „Der Mieter hat fristgerecht zum 21. August gekündigt“, heißt es von Seiten der Deutschen Bahn (DB), die für die Vermietung der Geschäfte im Bahnhof zuständig ist. Wie es dort weitergeht, ist ebenfalls noch unklar. „Wir prüfen derzeit die weiteren Nutzungsmöglichkeiten“, sagt Gisbert Gahler vom Regionalbüro Kommunikation der Bahn in Berlin. Weitere Geschäfte würden seiner Auskunft nach aber nicht schließen.

Neben den Verkäuferinnen, die ihren Job verloren, sind auch die Reisenden von der Schließung des Zeitschriftenhandels betroffen. Stephanie Kramer wollte sich am Donnerstag neue Zeitschriften kaufen, stand aber vor verschlossenen Türen. „Ich kaufe sie hier immer ein“, sagt die ältere Dame entsetzt. Sie fahre extra zum Bahnhof, weil sie wisse, dass sie dort ihre Magazine bekommt. „Ich muss erst einmal gucken, wo ich die jetzt herbekomme“, beklagt sie. Vom Bahnhof ist Stephanie Kramer im Allgemeinen enttäuscht. „Hier gibt es ja noch nicht einmal eine Toilette“, sagt sie. Gerade für ältere Menschen wäre dies erforderlich.

Auch Marlies Illner war von der Schließung überrascht. „Ich hole mir vor meinen Zugfahrten immer noch einen Roman oder eine Zeitschrift“, sagt sie. Das sei nun nicht mehr möglich. Sie hofft, dass erneut ein Zeitschriftenhandel in den Laden einzieht. Denn sonntags sei das Geschäft eine der wenigen Möglichkeiten in Neubrandenburg gewesen an Zeitungen zu kommen.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung