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Ehrenrunde mit dem Bus bringt Vater in Rage

Eine 13-Jährige aus Lebbin muss durch den Landkreis „spazieren“ fahren, um nach Hause zu kommen. Das erzürnt ihren Vater.

Die Buslinie 101 hat Vater Gerfried Ehlert jetzt schon zweimal auf die Palme gebracht, denn bereits zum zweiten Mal musste seine Tochter Umwege in Kauf nehmen, um nach Hause zu kommen.
Gesine Prägert Die Buslinie 101 hat Vater Gerfried Ehlert jetzt schon zweimal auf die Palme gebracht, denn bereits zum zweiten Mal musste seine Tochter Umwege in Kauf nehmen, um nach Hause zu kommen.

Wenn es um die Busfahrten seiner Tochter von der Schule – der Kooperativen Gesamtschule Altentreptow – nach Hause in Lebbin geht, da reißt Gerfried Ehlert derzeit der Geduldsfaden. Grund seines Ärgers ist, dass seine Tochter Caroll in der Vergangenheit schon zweimal durch den Landkreis „spazieren“ fahren musste, weil der Bus nicht die direkte Verbindung zwischen Altentreptow und Lebbin genommen haben soll. „Sondern über Groß Helle“, regt sich Gerfried Ehlert auf. Der normale Weg, der sonst nur gute 20 Minuten dauert, habe sich so fast zwei Stunden hingezogen. „Das kann doch wohl nicht wahr sein“, kritisiert der Vater der 13-jährigen Caroll.

Mit seinem Ärger, der am 11. Oktober seinen Anfang genommen hatte, hat sich der Lebbiner auch schon an die Demminer Verkehrsgesellschaft mbH (DVG) gewandt. Die habe diese schiefgelaufene Fahrt damit begründet, dass „ein technischer Defekt dazu geführt hat, dass der Bus so lange unterwegs war“, gibt er die Antwort aus Demmin wieder. Thomas Grahn, Geschäftsführer des Verkehrsunternehmens bestätigt dies. Wegen des Defekts hätten zwei Linien kurzerhand zusammen gelegt werden müssen, deshalb sei es zu den zeitlichen Verzögerungen gekommen, die er bedauere.

Ähnliches ist von ihm in Sachen der zweiten misslichen Fahrt der 13-Jährigen zu hören. In der vergangenen Woche habe Caroll „gar nicht erst aussteigen können“, schimpft Gerfried Ehlert weiter. Der Busfahrer hätte an einigen Haltestellen erst gar nicht angehalten. Das Resultat: Caroll kam erst zwei Stunden nach Fahrtantritt nach Hause, weil der Bus eine Ehrenrunde drehen musste.

Zu diesem Vorfall fügt Thomas Grahn hinzu, dass in der vergangenen Woche ein Fahrer, der sonst in Demmin ist, für die besagte Strecke eingesetzt worden war. „Er hat eine Einweisung erhalten“, rechtfertigt sich der Geschäftsführer. Das heißt, der Fahrer hätte wissen müssen, wo er anzuhalten hat. Dass dies aber so nicht geschehen ist, könne er sich nicht erklären. Aber dieser Vorfall sei ausgewertet worden.