Buntes Bild erfreut Fußgänger im Katharinenviertel:

Ein echter Hingucker an der Hauswand

Im Katharinenviertel lädt eine neu gestaltete Fassade Leute zum Stehenbleiben und Staunen ein. Die Mieter mussten sich erst daran gewöhnen, aber jetzt finden sie das Bild einfach „geil“.

Eigentümer, Künstler und Mieter im Gespräch über die neu gestaltete Hausfassade in der Katharinenstraße: Denny Hagenau, Stefan Jäckel, Jana Meiner, Wilhelm Sehlke und Christian Krämer (von links).
Paulina Jasmer Eigentümer, Künstler und Mieter im Gespräch über die neu gestaltete Hausfassade in der Katharinenstraße: Denny Hagenau, Stefan Jäckel, Jana Meiner, Wilhelm Sehlke und Christian Krämer (von links).

Wilhelm Sehlke bezeichnet das Katharinenviertel als „Kiez“. Es hat Charakter. Deshalb sei es ihm auch eine Freude gewesen, das Wandbild an die Hausfassade zu bringen, sagt er. Die Gelegenheit dazu hat ihm Jana Meiner gegeben. Sie ist die Eigentümerin des Hauses mit der Nummer 10 – vielen Neubrandenburgern noch als ehemalige Gaststätte „Harmonika“ bekannt.

Die Chemnitzerin hatte die Immobilie gekauft, nachdem sie nach einem Brand und einem Wasserschaden gut zehn Jahre leer gestanden hatte. Sie hat nun ein Wohnhaus daraus gemacht – mit insgesamt vier Wohnungen. Christian Krämer gehört zu den ersten Mietern und was er seit einigen Tagen sieht, wenn er nach Hause kommt,  findet er „geil“. „Zuerst habe ich oft einen Schreck bekommen, wenn ich von der Arbeit kam. Ich dachte, dass vor dem Haus viele Menschen stehen“, berichtet der 29-Jährige.

Das Wetter hat zum Glück mitgespielt

Dieser Eindruck kommt nicht von ungefähr. Denn seit kurzem prangt ein riesiges Wandbild an der Fassade. Es zeigt Menschen beim Betrachten einer Karte, die das Katharinenviertel abbildet. Das Viertel gehört zu den ältesten Teilen Neubrandenburgs. „Ich wollte einen Hingucker schaffen“, sagt Jana Meiner, die die Gestaltung bei Wilhelm Sehlke in Auftrag gegeben hat. Der wiederum hat sich für das Bild mit den beiden Künstlern Denny Hagenau und Stefan Jäckel zusammengetan.

Innerhalb von zehn Tagen haben sie das Bild an die Wand gebracht. „Wir haben Schwein gehabt“, so Wilhelm Sehlke. Das Wetter habe mitgespielt. Wenn es wie aus Eimern gießt, kann so eine Wandmalerei schon mal ins Stocken geraten oder gar nach hinten los gehen, wenn die Farbe noch nicht trocken ist. Dann kann die Fassadenfarbe verlaufen und in Ecken kommen, wo sie nicht hin ­gehört. Aber soweit ist es nicht gekommen.

Und so bleiben nun viele Neubrandenburger vor dem Haus stehen, schauen und staunen. In der Straße ist großes Lob über das Bild zu vernehmen. Einige Schau­lustige stellen sich sogar zu den ­gemalten Menschen und bewundern ebenfalls die Karte, schwelgen in Erinnerungen und wandern in Gedanken die Straßen des Katharinenviertels entlang.

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