Neubrandenburger bei Europameisterschaften im Feuerwehrsport dabei:

Ein ganz fixer Feuerwehrmann

Schnell sein müssen sie alle bei der Feuerwehr. Aber der 27-jährige Neubrandenburger Berufsfeuerwehrmann Pascal Dülge ist richtig schnell. Das hat er im Wettkampf bewiesen.

Auf das U2-T-Shirt ist nicht nur Pascal Dülge selbst stolz. Den Wettbewerb in weniger als zwei Minuten zu absolvieren, ist eine reife Leistung, finden auch Ralf Hensel (r.) und Heiko Gehrke.
A. Brauns Auf das U2-T-Shirt ist nicht nur Pascal Dülge selbst stolz. Den Wettbewerb in weniger als zwei Minuten zu absolvieren, ist eine reife Leistung, finden auch Ralf Hensel (r.) und Heiko Gehrke.

Sein hellgrünes T-Shirt hat sich Pascal Dülge redlich verdient. „U2 – under two minutes“ steht darauf geschrieben. Der 27-jährige Neubrandenburger Berufsfeuerwehrmann wurde bei bei den Europameisterschaften im Feuerwehrsport in Berlin Elfter in seiner Altersklasse und viertbester Deutscher. Doch das ist gar nicht so wichtig. "U2 ist das Magische an der Sache", sagt sein Kollege Ralf Hensel lachend. Denn wer es schafft, den anspruchsvollen Parcours in voller Schutzausrüstung in nicht mal zwei Minuten zu absolvieren, kommt in die Ruhmeshalle. Da sind erst 19 Deutsche drin.

Ralf Hensel ist schon seit Jahren im Feuerwehrsport aktiv und hat seine Berufsfeuerwehr-Kollegen Pascal Dülge und Heiko Gehrke mit seiner Begeisterung angesteckt. Im vergangenen Jahr waren sie gemeinsam mit ihren Familien bei den "World Firefighter Games" - sozusagen den Olympischen Spielen der Feuerwehrleute - im australische Sydney. Jetzt haben sie sich zu dritt auf den Weg zur 7. "Berlin Firefighter Combat Challenge" gemacht.

Der Wettbewerb, erklärt Ralf Hensel, war mal ein Einstellungstest für amerikanische Feuerwehrleute und wurde dort Anfang der 90er Jahre zum Wettkampf, der schließlich nach Deutschland rüberschwappte. Auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof gingen rund 400 Einzelstarter ins Rennen, darunter auch die drei Neubrandenburger. Die 60 Besten qualifizierten sich fürs Finale am letzten Tag.

Mit 2:05 Minuten hatte sich Pascal Dülge auf Rang 48 die Teilnahme gesichert. Und gab noch einmal alles. Zuerst musste der Neubrandenburger ein 19 Kilogramm schweres Schlauchpaket zwölf Meter die Treppe hochtragen, dann ein weiteres am Seil hochziehen. Wieder unten war ein Gewicht mit dem Hammer 1,50 Meter weit zu schlagen. Nach 42 Meter Slalom musste Dülge einen Schlauch voller Wasser 30 Meter weit ausziehen, mit der Spritze ein Ziel treffen und schließlich eine 85 Kilogramm schwere Puppe 30 Meter weit ziehen. Und das in voller Feuerwehr-Ausrüstung, etwa 30 Kilogramm wiegt. Dazu kam noch die Atemschutzmaske.

Bei 1:58:57 blieb die Uhr letztlich stehen. Das T-Shirt, das es nicht im Laden zu kaufen gibt, war gesichert.

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