Arbeiten mit Leidenschaft:

Ein Hoch auf unseren neuen Busfahrer!

Für den 19-jährigen Burg Stargarder Cedric Schröder war schon als Kind klar, welchen Traumberuf er annimmt. Nun sind die Helden seiner Kindheit sind heute seine Kollegen.

Der Auszubildende Cedric Schröder ist in seinem Element: Er fährt jetzt vorwiegend auf der Neubrandenburger Stadtbuslinie 3.
Stadtwerke Neubrandenburg Der Auszubildende Cedric Schröder ist in seinem Element: Er fährt jetzt vorwiegend auf der Neubrandenburger Stadtbuslinie 3.

Als kleiner Junge war Cedric Schröder nicht viel anders als seine Altersgefährten. Vorschüler wollen meist Baggerfahrer, Lokführer oder Busfahrer werden. Cedric stand voller Begeisterung im Alter von fünf, sechs Jahren im Neubrandenburger Stadtbus immer dicht hinter den Fahrern.

„Das hat mich fasziniert“, sagt der 19-jährige Burg Stargarder. Die Männer am Steuer hatten oft Verständnis für den Kleinen und erklärten ihm alles. Der wollte wissen, wofür die unterschiedlichen Knöpfe da sind oder wie die Tür aufgeht. Meist verliert sich die Begeisterung bei den Kinder mit den Jahren, bei Cedric nicht. Nach dem Umzug nach Burg Stargard ließ sein Interesse an den großen Bussen nicht nach.

Praktika als Wegweiser

Immer wenn auf dem Gelände des ifa-Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern am Burg Stargarder Papiermühlenweg die großen Oldtimer-Schauen zu Pfingsten stattfanden, zog es ihn dorthin. Manchmal nahm er einen Freund mit, aber oft ging er auch allein hin.

Die Verantwortlichen von den Neubrandenburger Stadtwerken kannten den Jugendlichen bald. Für Cedric Schröder war da schon klar, er will Busfahrer werden. Seine Schülerpraktika absolvierte er alle bei den Verkehrsbetrieben der Neubrandenburger Stadtwerke. „Ich wollte sehen, ob es etwas für mich ist.“

Zielstrebiger als die Klassenkameraden

Der Schüler lernte in dieser Zeit schon das Liniennetz kennen und die einzelnen Linien. Er half auch in der Werkstatt. Cedric Schröder findet es wichtig, sich in der Praktikumszeit auszuprobieren. Ein Rat, den er allen Schülern gibt, auch denen, die noch nicht wissen, was sie werden wollen.

Sein Ausbildungsberuf heißt heute nicht mehr einfach Busfahrer, sondern Fachkraft im Fahrbetrieb. Die Lehrzeit beträgt drei Jahre. Cedric Schröder ist der einzige in seinem Ausbildungsjahr bei den Verkehrsbetrieben. Ob es für ihn eine Alternative gegeben hätte? Der junge Mann überlegt kurz: „Vielleicht noch Berufskraftfahrer“, sagt er. Während seine Klassenkameraden noch grübelten, für welchen Beruf sie sich entscheiden sollten, hatte er seinen Traumberuf bereits gefunden.

Freundlichkeit am Lenker

Mit seinen 19 Jahren besitzt er jetzt den Führerschein für den Bus und darf schon Linie fahren. „Die Linie 3 ist Cedrics Linie“, sagt Anja Hünemörder, verantwortlich für Unternehmenskommunikation bei den Stadtwerken. Es sei die neue Linie zum Neubrandenburger Sozialamt, die es seit März gibt. Die Verkehrsbetriebe suchen immer Lehrlinge, fügt sie hinzu, gern dürfen sich auch Mädchen bewerben. Bei den modernen Bussen sei das kein Problem.

Fahrgäste hätten ihn auch schon sehr freundlich mit „ach, ein junges Gesicht“ im Bus begrüßt. So etwas freut Cedric Schröder. Überhaupt findet er, dass sich Freundlichkeit in seinem Beruf durchaus auszahlt. Getreu dem Motto: Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus. Er wollte schon immer mit Menschen zu tun haben. Was unternimmt er, wenn einer mal nicht so gut drauf ist und ihn anzickt? Die Pöbeleien ignorieren, lautet seine Antwort, sich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Das Gleiche gelte für Fahrten um den Ring, die trotz Baustellen mehrmals am Tag zu bewältigen sind.

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