Vorbei mit der Beschaulichkeit?:

Einwohner durch Knallerei aus Waffen aufgeschreckt

Etliche Leute in der Ihlenfelder Vorstadt glaubten ihren Ohren nicht zu trauen, als sie dieser Tage durch laute Schüsse aufgeschreckt wurden. 

Der Kleine Waffenschein berechtigt zum Tragen von Schreckschuss-Pistolen in der Öffentlichkeit. 
Oliver Killig Der Kleine Waffenschein berechtigt zum Tragen von Schreckschuss-Pistolen in der Öffentlichkeit. 

In der sonst eher beschaulichen Ihlenfelder Vorstadt in Neubrandenburg soll es zugehen wie im „wilden Westen“. Denn hier meinen einige Einwohner nichts weniger als Schüsse gehört zu haben. „Nicht einen oder zwei, sondern mehrere hintereinander“, so eine aufgeregte Frau am Telefon. Das müssen Schüsse gewesen sein, meint sie.

Bei der Polizei zucken die Beamten mit den Schultern. Weder hätten sie selbst etwas gehört, noch habe einer der „Ihlenfelder“  derartiges bei der Polizei angezeigt. Aber definitiv ausschließen könne man so etwas natürlich nicht.

Schon vor Wochen meldete der Nordkurier, der Erwerb von sogenannten Schreckschusswaffen sei gestiegen, ebenso die Ausstellung von Kleinen Waffenscheinen, die zum Tragen dieser Waffen in der Öffentlichkeit berechtigen. Aber selbst dann dürfen die außerhalb der eigenen Immobilie nicht nach Gutdünken abgefeuert werden, sondern nur dann, so das Gesetz, wenn ein Entschuldigungs- oder Rechtfertigungsgrund vorliegt, wie etwa Notwehr oder Notstand. Allerdings, auch wenn sich kein Einwohner der Ihlenfelder Vorstadt verhört hat und dort tatsächlich Schüsse aus einer Schreckschusswaffe zu vernehmen waren, muss das noch lange kein Fall für die Polizei sein. Denn diese Dinger darf jeder Volljährige kaufen und besitzen und sogar auf einem umfriedeten Grundstück damit umher ballern.

 

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung