Keine Eiszeit:

Eislaufzelt kommt nun doch nicht auf den Marktplatz

Zumindest in diesem Jahr wird man auf dem Marktplatz nicht Schlittschuh fahren können. Aber auch die Zukunft des Eislaufzeltes in der Stadtmitte steht in den Sternen.

Solche Bilder wie hier im Jahr 2010 beim Abbau des Eiszeltes wird man in diesem Jahr nicht auf dem Marktplatz sehen. Das Eiszelt wird es in diesem Jahr nicht geben.
Reinhard Wehden Solche Bilder wie hier im Jahr 2010 beim Abbau des Eiszeltes wird man in diesem Jahr nicht auf dem Marktplatz sehen. Das Eiszelt wird es in diesem Jahr nicht geben.

In diesem Jahr wird nun doch kein Eiszelt auf dem Marktplatz aufgebaut werden. Das bestätigt Stadtwerke-Sprecherin Anja Hünemörder auf Nachfrage des Nordkurier. Zur Begründung verweist sie auf eine Erklärung, die im Laufe des Mittwoch folgen soll. Noch im Juli hatte Neu.sw auf Anfrage erklärt, dass das Eislaufzelt auch in diesem Jahr aufgestellt wird. Denn Oberbürgermeister Paul Krüger (CDU) habe dem Unternehmen Ende Mai zugesichert, dass der Marktplatz als Standort für das Zelt weiterhin genutzt werden könne, sofern die notwendigen Abstandsflächen eingehalten werden. Und diese könne man einhalten.

Das gilt nun alles nicht mehr. Frank Benischke, Geschäftsführer der Neubrandenburger Wohnungsgesellschaft (Neuwoges), verwies auf aktuelle Probleme im Zusammenhang mit dem HKB-Umbau. Die Neuwoges ist Eigentümerin des HKB. So seien Ende des Jahres Pflasterarbeiten zwischen Marktplatz und HKB geplant. Zudem wäre die Feuerwehrzufahrt zwischen Bauzaun und Eislaufzelt nicht gewährleistet. "In diesem Jahr beißt es sich", sagt er. Bis vor einer Woche habe man noch versucht, alles nebeneinander zu organisieren, leider habe das nicht geklappt.

Aber die aktuellen Hindernisse während der Bauarbeiten seien nicht das einzige Problem. Auch für die Folgejahre müsse man sich überlegen, ob das Eislaufzelt regelmäßig länger als einen Monat mit dem neuen HKB vereinbar sei. Dass der Textilhändler H&M sich dagegen ausgesprochen habe, dass sein Haupteingang regelmäßig zum Weihnachtsgeschäft mit dem 7,50 Meter hohen Zelt zugestellt wäre, will Benischke so nicht bestätigen. Aber allein die Vorstellung, dass 1000 Menschen aus dem neuen großen Saal im Mitteltrakt des HKB nach einer Veranstaltung herauskommen und sich dem Toilettentrakt des Eislaufzeltes gegenübersehen, sei nicht gerade angenehm. Der ganze Bereich vor dem HKB werde viel stärker als bislang von Besuchern frequentiert werden. Es stehe ganz allgemein die Frage, ob das Eislaufzelt noch mit den städtebaulichen Ansprüchen des neuen Marktplatzes vereinbar sei, so Frank Benischke.

Auch Barbara Schimberg, Chefin des VZN und damit die Hauptorganisatorin des Weberglockenmarktes, muss sich jetzt auf die neue Situation einstellen. Für 2013 sei alles in Papier und Tüten, die Verträge sind geschlossen, am Konzept könne nichts mehr verändert werden. Das heißt, der Neubrandenburger Weberglockenmarkt wird sich ab dem 28. November wieder über den ganzen Boulevard erstrecken - inklusive Rathausvorplatz. Der Marktplatz ist leer, wenn das Eislaufzelt nicht kommt. Hier werde man sich nun Gedanken machen, wie der Mittelpunkt der Stadt trotzdem weihnachtlich daherkommen könnte, sagt Barbara Schimberg. In diesem Jahr könne das aber sicher nur ein Provisorium sein.

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Kommentare (1)

Der Weihnachtsmarkt gehört auf den Marktplatz! und nicht ein solches hässliches Zelt. Damit wird die schon enge Turmstraße entlastet... Güterbahnhofsplatz oder Diviparkplatz oder der noch brachliegende Platz an der Stadtmauer wären tolle orte für solch ein Zelt. Das stört dort niemanden.