Vollverpflegung in Kitas:

Elternportmonee soll verschont werden

Seit Januar gilt in allen Kitas: Vollverpflegung ist Pflicht. Das müssen die Eltern finanzieren. Kalkulierte die Stadt zu Jahresbeginn monatlich 4,87 Euro an Mehrbelastung, zeigt sich jetzt, dass diese nicht reichen wird. Und nun?

Vesperzeit für Lennard und Greta in der Kita "Regenbogen". In den Kindertagesstätten des Landes ist seit dem 1. Januar die Vollverpflegung Pflicht.
Christina Weinreich Vesperzeit für Lennard und Greta in der Kita "Regenbogen". In den Kindertagesstätten des Landes ist seit dem 1. Januar die Vollverpflegung Pflicht.

Da herrschte Konsens zwischen allen Fraktionen im Finanzausschuss: Die Eltern, deren Kinder in der städtischen Kita verpflegt werden, sollen nicht noch tiefer ins Portmonee greifen müssen.

Seit Januar dieses Jahres müssen die Kitas Vollverpflegung anbieten. Dass das zur Erhöhung des Essenpreises führen würde, war klar. Deshalb hatte das Rathaus zu Jahresbeginn die neuen Kosten kalkuliert und den Eltern im Monat 4,87 Euro für Frühstück, Mittag und Vesper in Rechnung gestellt. Bei einer Prüfung der Kostenschätzung zeigte sich jetzt allerdings, dass dieser Betrag nicht ausreicht. Um kostendeckend zu arbeiten, müsste der Betrag auf 5,76 Euro angehoben werden. Wem soll der aufgebürdet werden: den Eltern oder Stadt? Diese Frage hatte der Ausschuss zu klären. Wählergemeinschaft und CDU zeigten Einmütigkeit: Den Eltern ist das nicht mehr zuzumuten.

„Wir haben die Fahne schon recht hoch gesteckt“, erklärte Thomas Kraft, CDU-Fraktionsvorsitzender. Wie zuvor Mirko Renger, Vorsitzender der Fraktion der Wählergemeinschaft, plädierte auch Kraft dafür, die Stadt zu beauftragen, nach weiteren Einsparmöglichkeiten zu suchen und keinesfalls die Eltern zur Kasse zu bitten.