:

Ente brütet im 14. Stock

Ein Neubrandenburger Wasservogel hat sich einen ganz speziellen Ort für sein Nest gesucht. Aber ob das so eine gute Idee war?

Jan-Marlon, der Sohn der Familie, zeigt die beiden Eier der Ente. Die hat es gerade vorgezogen, mal Futter zu suchen. 
Thomas Beigang Jan-Marlon, der Sohn der Familie, zeigt die beiden Eier der Ente. Die hat es gerade vorgezogen, mal Futter zu suchen. 

Eine Ente hat die einwöchige Abwesenheit einer Familie in Neubrandenburg genutzt und in der Zeit deren Balkon in Beschlag genommen. „Überall lag Erde aus den Blumenkästen herum“, hat sich Anne Steffen gewundert, als die die Tür ins Freie öffnete. Und dann sah sie die Bescherung: Wo jetzt die Blumen wachsen sollten, saß eine Stockente und brütete. Erst auf einem Ei, dann auf dem zweiten.

Ein großes Rätsel, so die Neubrandenburgerin, warum sich das Tier ausgerechnet ihren Balkon ausgesucht hat – schließlich lebt die Familie in der 14. Etage, weit über den anderen Dächern der Stadt. Der Ausblick von hier aus der Neustrelitzer Straße bis über den Tollensesee ist gigantisch, aber ob das die Beweggründe der Ente waren, scheint fraglich. Außerdem macht sich die Familie Sorgen: Was passiert, wenn die Jungen geschlüpft sind? Haben die eine Überlebenschance? Ein Neubrandenburger Hobby-Ornithologe sieht das eher skeptisch. "Aus der Höhe nach unten, das werden die Jungen wohl kaum überleben."