Gerüchte um Neubrandenburger Unternehmen:

Entlassungen bei Hobas - Standort soll aber bleiben

Zahlreiche Mitarbeiter haben ihre Kündigung auf dem Tisch. Derzeit fehlen im Neubrandenburger Werk Aufträge. In Polen hingegen werden neue Arbeitsplätze geschaffen.

Am Werkstor der Firma Hobas herrscht derzeit Ruhe, Grund hierfür sind auch die Betriebsferien. Befürchtungen machen sich in und um Neubrandenburg nun breit, dass der Standort schließen könnte. Einige Mitarbeiter haben ihre Kündigung erhalten.
Paulina Jasmer Am Werkstor der Firma Hobas herrscht derzeit Ruhe, Grund hierfür sind auch die Betriebsferien. Befürchtungen machen sich in und um Neubrandenburg nun breit, dass der Standort schließen könnte. Einige Mitarbeiter haben ihre Kündigung erhalten.

Die Firma Hobas, die ihren Sitz im Gewerbepark Trollenhagen hat, soll Mitarbeiter im großen Stil entlassen haben. Anrufer, die anonym bleiben möchten, sprechen davon, dass sogar die Produktion am Standort eingestellt und nach Polen verlegt werde. Das bedeutete das Aus für den Neubrandenburger Standort, den es immerhin seit 22 Jahren gibt. Darüber hinaus soll an der Produktionsstätte in der Ihlenfelder Vorstadt Kurzarbeit geplant sein.

Was ist dran an den Gerüchten, die in Neubrandenburg kursieren? Wilfried Sieweke, Geschäftsführer der Hobas Rohre GmbH, zeigt sich angesichts dessen im Gespräch mit dem Nordkurier ziemlich überrascht. Dass in den Gerüchten allerdings auch ein Quäntchen Wahrheit liegt, das räumt der Geschäftsführer ein.

Wahrscheinlich werden 30 Leute entlassen

Es sei richtig, dass Mitarbeiter entlassen wurden. Wobei sich der Chef dabei auf keine konkrete Zahl festlegt. Laut Informationen des Nordkurier sollen es rund 30 Leute sein. Mehr als 200 Arbeitnehmer sind laut Wilfried Sieweke bei der Firma insgesamt beschäftigt. Der Hauptsitz der Firma ist in Österreich. Der Neubrandenburger Standort soll dennoch der größte in Europa sein, weitere Werke gibt es beispielsweise in Polen und Rumänien. Für einen besonderen Bereich, die Produktion der Formteile, sei nun eine Schicht entlassen worden. Das müssten nach Rechnung des Geschäftsführers etwa sechs bis acht Mitarbeiter sein. „Es gibt jedoch kein Stellenabbau-Programm“, fügt Wilfried Sieweke hinzu.

Wie viele Mitarbeiter nun aber tatsächlich gekündigt wurden, konnte der Chef nicht sagen. So viel scheint jedoch sicher: „Wir hatten ein erfolgreiches Jahr, hatten vier Schichten, die rund um die Uhr gearbeitet haben“, sagt der Geschäftsführer. Das Unternehmen sei aber aktuellen Konjunkturschwankungen ausgesetzt, vor allem jetzt in der Winterzeit. Darauf müsse man auch personell reagieren.

Kommentare (1)

Der Chef kann nicht sagen wie viele Leute entlassen wurden?! Was für ein schlechter Witz. Wer seine Chef einer Firma ist sollte wohl wissen wie es mit dem Personal steht. Ich hoffe das die Beschäftigten wenigstens einen guten Bonus für das erfolgreiche Jahr bekommen.