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Erste Kriegsflüchtlinge angekommen

Als 16 Syrer in Altentreptow eintreffen, steht noch kein Wohnraum in den Wohnungsgesellschaften Altentreptow und Burow zur Verfügung. Dafür erklärte sich jemand anderes bereit, den Flüchtenden Quartier zu geben.

In Altentreptow finden Kriegsflüchtlinge aus Syrien vorübergehend ein Quartier.
Christina Weinreich In Altentreptow finden Kriegsflüchtlinge aus Syrien vorübergehend ein Quartier.

In Altentreptow ist die Ankunft von Kriegsflüchtlingen aus Krisengebieten angekündigt worden. 13 Erwachsene und drei Kinder würden in der Kleinstadt an der Tollense vorübergehend Aufnahme finden, erklärte Bürgermeister Volker Bartl (CDU). Da eine schnelle Aufnahme erfolgen musste, aber noch keine anderen Wohnungen zur Verfügung standen, wurden sie im Hotel Am Markt einquartiert. „Der Betreiber hatte sich schon vor Wochen bei uns gemeldet und erklärt, dass er bereit wäre, Kriegsflüchtlinge aufzunehmen“, sagte Siegfried Konieczny (Die Linke), Stellvertreter des Landrats. Andere Unterbringungsmöglichkeiten konnten in Altentreptow ad hoc nicht gefunden werden und so sei er froh gewesen, so schnell eine Lösung zu finden. Dem Land wurden überdurchschnittliche viele Flüchtlinge zugewiesen und so sei zügiges Handeln angesagt gewesen. 

Gleich zu Wochenbeginn will Bürgermeister Volker Bartl (CDU) sich unter anderem mit dem Geschäftsführer der Wohnungsunternehmen Altentreptow und Burow zur großen Runde treffen, um zu beraten, wo die weitere Betreuung stattfinden soll.

Dass auch Altentreptow Flüchtlinge aus Kriegsgebieten aufnehmen wird, hatte der Landkreis schon vor Monaten angekündigt. Nur war bislang nicht klar, wann sie in der Kleinstadt eintreffen und wie viele kommen werden.

Kommentare (2)

das die Welt brennt. Sie ist total aus den Fugen geraten. Man kann doch nicht einfach Flüchtlinge vom Landkreis aufgebrummt bekommen, obwohl es keine Unterkünfte gibt. Kann sich da die Stadt nicht wehren oder wenigstens Hilfe beantragen? Ist das die richtige Lösung Flüchtlinge in ein Hotel unterbringen? Vielleicht hat der Hotelbesitzer auch die berühmten Dollarzeichen in den Augen und wittert ein gutes Geschäft. Oder er ist ein Idealist und opfert sich auf.

Altentreptow hat seit der Wende - wie so viele Städte auch - rund ein Drittel seiner Bevölkerung verloren. Gefühlt steht die halbe Altstadt leer. Da gibt es genügend freien Raum, den man nutzen kann. Vielleicht muss er an einigen Stellen wieder hergerichtet werden, aber das würde dem Stadtbild gut tun, denn mich hat Altentreptow häufig an eine Geisterstadt in spe erinnert. Und das finde ich sehr schade. Oliver Wunder, Nordkurier-Redaktion