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Erstklässler starten mit Defiziten ihre Schullaufbahn

Drei Prozent der Vorschulkinder wurde empfohlen, mit der Einschulung noch zu warten. Bei der Sprache und der Motorik haben viele Kinder Schwierigkeiten. Das und mehr hat die obligatorische Vorschuluntersuchung der Abc-Schützen ergeben.

Neubrandenburg. Fast jedes fünfte Kind im Kreis, das heute zum ersten Mal zur Schule geht, hat Probleme mit der Grob- und Feinmotorik. Dies ist eines der Ergebnisse der Vorschuluntersuchungen. 2203 zukünftige Schulanfänger wurden in den vergangenen Monaten von den Ärzten und Mitarbeitern des Gesundheitsamtes im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte geprüft, ob sie für die Schule geeignet sind.

„Viele zukünftige Erstklässler arbeiteten gut mit und waren mit Eifer beim Lösen der Aufgaben dabei. Nur knapp drei Prozent der Kinder erhielten aus medizinischer Sicht die Empfehlung zur Rückstellung von der Einschulung. Andererseits werden mindestens genauso viele Kinder vorzeitig eingeschult“, sagt Dr. Simone Herrlich, Sachgebietsleiterin im Kinder- und Jugendgesundheitsdienst. 16,11 Prozent der Kinder befanden sich zum Untersuchungszeitpunkt in logopädischer Behandlung; rund fünf Prozent erhielten die Empfehlung, sich Sprachtherapie verordnen zu lassen“, sagt Simone Herrlich. Knapp 18 Prozent haben Probleme bei der Grobmotorik. 17 Prozent bei der Feinmotorik.

Fast jeder achte Schüler hat Übergewicht, als adipös werden sechs Prozent eingeschätzt.