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Ex-Stadtpräsident hat CDU abgehakt

Der Mann, der einst ein Direktmandat für den Landtag errang, hat mit der Führung der Christdemokraten in seiner Stadt nicht mehr viel am Hut.

Günter Rühs
Andreas Segeth Günter Rühs

Günter Rühs, der Neubrandenburger Geschäftsmann, bedauert aufrichtig, am Sonnabend nicht bei der ersten Mitgliederversammlung des CDU-Ortsverbandes nach der Schlappe bei der OB-Wahl dabei sein zu können. Aber ein Besuch des Enkels steht an.

Das hätte sich Rühs früher trotzdem angetan, Enkel hin oder her. Schließlich lag dem Mann, den Rainer Prachtl von der CDU-Mitgliedschaft überzeugte, immer viel am Wohlergehen seiner Partei. Die auch von dem in der Viertorestadt bekannten Geschäftsmann profitierte. Zehn Jahre lang saß Rühs als Stadtpräsident der Stadtvertretung vor und gewann sogar 2006 zur Landtagswahl ein Direktmandat für die CDU.

Vorbei. Zur heutigen Neubrandenburger CDU habe das Tischtuch leider tiefe Einschnitte, so Rühs. Nach der Wahl sah er sich aus Parteikreisen Anfeindungen und Vorwürfen der Illoyalität ausgesetzt, weil er die hiesige CDU-Führung kritisierte. Und selbst bei der Feierstunde zum 25. Jahrestag der ersten frei gewählten Stadtvertretung, zu der er als Ex-Stadtpräsident geladen war, musste sich der 62-Jährige Beschimpfungen anhören.