Nach Rettung aus Baumkrone:

Experten warnen: Fällung sehr riskant

Nach der spektakulären Rettungsaktion eines Hobby-Holzfällers aus misslicher Lage im Baum durch die Feuerwehr stellt sich die Frage: Darf man selbst fällen oder muss da der Profi ran?

Die Feuerwehr bei der Rettung des Unglücksopfers aus dem Baum.
Feuerwehr Die Feuerwehr bei der Rettung des Unglücksopfers aus dem Baum.

Auch noch einen Tag danach reden die Kameraden von der Berufsfeuerwehr in Neubrandenburg von jener montäglichen spektakulären Rettungsaktion, als sie einen Mann im Mühlendamm von einem Baum retten mussten. Mit Hilfe von Steigeisen hatte der Grundstücksbesitzer einen etwa 15 Meter hohen Baum bis in sechs Meter Höhe erklommen und dann in Überkopfhöhe den Stamm durchtrennt. Der abgesägte Teil rutschte ab, verkeilte sich zwischen mehreren anderen Bäumen und klemmte den Mann ein. Die Berufsfeuerwehr eilte dem Verunglückten mit 16 Kameraden sowie zwei Hilfeleistungsfahrzeugen, einer Drehleiter, Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeug zu Hilfe, schwer verletzt musste der Unglückliche ins Klinikum gebracht werden.

Darf eigentlich jeder Grundstücksbesitzer seine Bäume selbst fällen? Da gebe es keine Vorschriften, heißt es aus der Kreisverwaltung. Das geschehe immer auf eigenes Risiko, es sei nicht festgelegt, dass ab einer bestimmten Höhe nur die Profis ans Werk dürfen. Ob jemand professionelle Hilfe bei Fällarbeiten in Anspruch nehme, müsse jeder angesichts der zu erwartenden Risikos selbst entscheiden, so Lars Granzin, der Sachgebietsleiter Einsatzdienst im Neubrandenburger Rathaus.

Grundsätzlich sei aber die Kappung oder Abholzung von Bäumen in der Zeit zwischen dem 1. März und dem 1. September absolut verboten.