Rheuma-Behandlung:

Experten zeigen, wie Schmerz abnimmt

Heilen kann die moderne Medizin Rheuma noch nicht. Aber die Schmerzen kann man deutlich lindern. Was der Kopf damit zu tun hat, verrieten Experten der Altentreptower Klinik.

Physiotherapeutin Silva Keitsch (Zweite von links) und Ergotherapeutin Katrin Hahn (liegend) stellen den Besuchern die so genannte Funktionsstemme vor.
Karl-Heinz Engel Physiotherapeutin Silva Keitsch (Zweite von links) und Ergotherapeutin Katrin Hahn (liegend) stellen den Besuchern die so genannte Funktionsstemme vor.

Rheumatische Erkrankungen sind eine schweres Schicksal. Doch der medizinische Fortschritt ermöglicht eine deutliche Linderung der Beschwerden. Beim Tag der offenen Tür in der Rheumatologischen Tagesklinik Altentreptow konnten sich zahlreiche Besucher mit Diagnose- und Therapieverfahren des Hauses vertraut machen und Vorträgen lauschen. Medikamente erfüllen in der Therapie eine wichtige Aufgabe. Doch gehen von ihnen auch Nebenwirkungen aus, und die können gerade beim Rheuma zu Zustandsverschlechterungen führen. Dr. Michaela Berndt, die Leitende Oberärztin, erläuterte das in der vollbesetzten Caféteria am Beispiel von Prednisolon, ein häufig verwandtes Mittel. Bei der Einnahme werde deutlich, wie sehr alles mit allem zusammenhänge und dass jeder Mensch anders reagiere. Der Arzt bemühe sich in Zusammenarbeit mit dem Patienten den richtigen Weg zu finden, was immer häufiger gelinge. Es gehe darum, eine Schmerzlinderung mit so wenig wie möglich Medikamenten zu erreichen. Geduld sei dabei eine wichtige Voraussetzung. Das gelte auch für eine positive Einstellung zu den Beschwerden und zur Behandlung, machte Psychologin Heidje Richter in ihrem Vortrag deutlich. Sie ist Patienten dabei behilflich und weiß, welche Energien „das Guter-Dinge-sein“ freisetzen kann.
Viele Besucher haben sich bereits in der Tagesklinik behandeln lassen und fanden viel Lob. „Ich habe mein Rheuma jetzt doch recht gut im Griff“, meinte ein Rentner aus der Nähe von Friedland.
Für die Behandlung ist die Überweisung des Hausarztes, eines Rheumatologen oder Orthopäden nötig.