Grab-Urnen aus uralter Zeit:

Faszinierender Fund auf dem Feuerwehr-Gelände

Bei Grabungen an der Neubrandenburger Katharinenstraße bargen die Archäologen mehr als 50 Urnen mit der Asche Verstorbener. Die Keramikgefäße stammen aus der vorrömischen Eisenzeit.

Das Foto zeigt eine besonders gut erhaltene Urne, die auf Feldsteinen gebettet vorgefunden wurde. Der Maßstab ist in Abschnitte von je zehn Zentimetern unterteilt.
Andy Henning Das Foto zeigt eine besonders gut erhaltene Urne, die auf Feldsteinen gebettet vorgefunden wurde. Der Maßstab ist in Abschnitte von je zehn Zentimetern unterteilt.

Die Geschichte Neubrandenburgs muss sicher nicht gleich umgeschrieben werden, aber doch ist es eine kleine Sensation, die jetzt bei archäologischen Grabungen in der Katharinenstraße auf dem Gelände der Berufsfeuerwehr aufgetaucht ist. Weil dort eine neue Fahrzeughalle gebaut wird, ist vorab im Boden nach den Spuren unserer Ahnen gesucht worden. Dabei fand das Team rund um Grabungsleiterin Beatrix Schmidt in rund zwei Metern Tiefe insgesamt 53 Graburnen aus der vor­römischen Eisenzeit.

Der Fund beeindruckt in seiner Menge und Größe, doch eine sehr große Überraschung sei er auch wieder nicht, sagt Beatrix Schmidt. Denn die Fläche rund um die Feuerwehr im heutigen Katharinenviertel sei im Laufe der Jahrtausende von unseren slawischen und germanischen Vorfahren immer wieder zur Bestattung von Toten genutzt worden.

Die Urnen, die nun ge­funden wurden, befinden sich zum Teil in sehr schlechtem Zustand. Sie wurden ein­bandagiert, um sie vorsichtig ins Landesamt für Kultur und Denkmalpflege zu ­transportieren. Dort werden sie jetzt weiter einer sorgfältigen Unter­suchung unterzogen.

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