Stadt öffnet Kasse für Fußballverein:

FCN wieder flüssig

Die Stadtvertreter beschließen die Rettung des Vereins. Allerdings kommt das Geld dafür aus einer ganz anderen Quelle als bisher gedacht und geplant. Noch am Freitag sitzen Club-Präsident und Oberbürgermeister zusammen und handeln die Details aus.

Mitglieder und Fans der FC Neubrandenburg haben sich am Donnerstag Nachmittag zu einer Kundgebung vor dem Rathaus getroffen, um Gesicht zu zeigen.
Roland Gutsch Mitglieder und Fans der FC Neubrandenburg haben sich am Donnerstag Nachmittag zu einer Kundgebung vor dem Rathaus getroffen, um Gesicht zu zeigen.

Der erst seit wenigen Monaten an der Spitze des Fußballclubs Neubrandenburg stehende Torsten Hanke kann endlich wieder durchschlafen. "Seit langer Zeit zum ersten Mal." Den Grund für die erholende Maßnahme lieferten dem Vereinsoberen am Freitag Abend die Stadtvertreter während ihrer Sitzung, auf der über nichts Geringeres als die mögliche Rettung des Clubs aus der finanziellen Misere beraten wurde. Das Ergebnis der langen und unter Ausschluss der Öffentlichkeit abgehaltenen Debatte: Es gibt wieder Geld für den angeschlagenen FCN. Offiziell hieß nach dem Ende der Sitzung: Der Antrag der Fraktion der Linken auf Unterstützung des Vereins wurde angenommen - wenn auch mit Änderungen. Und wie lauten die Änderungen? Bedauerndes Schulterzucken. Darüber dürfe (noch) nicht geredet werden. Erst im Laufe des Freitags wollen sich FCN-Präsident Hanke und Oberbürgermeister Silvio Witt über Details reden.

Der Nordkurier kennt trotzdem wichtige Inhalte der Diskussion und des neuen Beschlusses. Die Neubrandenburger Stadtwerke, die bis zum Abdrehen des Geldhahns als Hauptsponsor des Vereins auftraten und die laut dem ursprünglichen Antrag der Linken erneut zum Zahlen von 5000 Euro monatlich vergattert werden sollten, sind raus. Statt dessen, so der neue Beschluss, springt die Stadt selbst als Geldgeber für den Verein ein. Maximal 60 000 Euro im Jahr, die gleiche Summe, die in der Vergangenheit von den Stadtwerken gezahlt wurden, sollen dabei für den FCN heraus springen. Das Geld, so lautet der Auftrag der Ratsfrauen und Ratsmänner an die Verwaltung, soll im schon im Dezember beschlossenen Haushalt gesucht und gefunden werden.

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Kommentare (11)

hier wird wieder mal aus dem öffentlichen säckel das privatvergnügen einiger bezahlt nur weil sie sich vors rathaus stellen. wer sport machen will, das recht hat er, soll es auch aus seiner tasche tun und nicht der öffentlichkeit die "pistole" auf die brust setzen. wenn es die stadt bezahlen will, bitte, dann aber als abgezogene beträge aus den schon üppigen beamtengehältern. man kann sich doch nicht aus der allgemeinheit für individuelles freizeitvergnügen bedienen.

Wenn Kinder irgendwo vereinsmäßig Sport treiben wollen sollten diese oder ihre Eltern alles finanziell wuppen. Ihren Vorschlag können sich nur reiche Familien leisten. In welchem NPD- oder AfD-Programm steht dies und das Besserverdienende bevorzugt werden sollen?

Der FcN hat eine sehr große Kinder und Jugendabteilung...die Eltern zahlen jetzt schon hohe Beiträge an den Verein. Deshalb kann man schlecht sagen das ist privat Sache.Deshalb sehe ich schon eine Verpflichtung der Stadt gegenüber dem größten Sportclub der Stadt...Sicherlich ist klar es muss aufgeklärt werden wo die Finanzen bleiben und wie sie verwendet werden.

...wo sind denn die Gelder versickert? Wer kontrollierte den Verein bzw. den Vorstand? Aber .... vorallem, wie sieht es zukünftig aus? Muss jetzt jedes Jahr die öffentliche Hand zuschießen? Können sich auch andere Vereine darauf berufen?

Ihr erster Satz unterstellt, dass beim 1.FCN Gelder versickert seien. Können Sie das beweisen oder sind Sie Erfinder von Behauptungen? Sie glauben sicherlich, dass Stadtvertretung und OB gemeinsam ohne Prüfung und Offenlegung des 1.FCN Geld überweisen. Ansonsten ins BGB zum Vereinsrecht schauen, wer einen Verein oder Vereinsvorstand kontrolliert. Zur Frage, ob jedes Jahr: nein, müssen nicht. Zur letzten Frage: ja, auch andere Vereine können.

Ich habe nichts unterstellt, noch bin ich Erfinder von Behauptungen. Ich fragte lediglich. ... wo das Geld " hin ist" .... es muss wohl mehr ausgegeben worden sein als Einnahmen da waren, oder? Lesen und verstehen.... doch so schwer? Zu ihrer Frage, der /die Kassenprüfer...... Wenn schon Steuermittel ausgegeben werden, sollte man wissen wofür. Wer verantwortet die finanzielle Schieflage ? Die einfachen Mitglieder doch bestimmt nicht, oder? Ist das jetzt schon wieder erfinderisch oder unterstellend für Sie?

Zitat aus einer Bekannten Online-Enzyklopädie: "Versickerung liegt bei legalen Geld- oder Warentransaktionen vor, wenn ein Teil oder gar das gesamte Volumen einer Transaktion vom Empfänger ohne Billigung des Absenders verwendungs- oder vertragswidrig eingesetzt wird." Sie unterstellen mit Ihrer Wortwahl durchaus etwas. Oder wissen Sie mehr? Hat jemand Anzeige wegen Veruntreuung erstattet?

Sie sollten einfach die Suchfunktion beim NK nutzen..... Die finanzielle Schieflage des FCN ist nicht erst jetzt und einmalig ersichtlich. Was sind denn die Ursachen hierfür, ihrer Meinung nach? 2014, 2015...... wie soll es 2017 aussehen? Soll der Steuerzahler wieder einspringen? Warum keine öffentliche Diskussion darüber?

Es ist schon berechtigt die Frage zu stellen wie eine so Existenz gefährdende Schieflage der FCN kommen konnte. Und wer dafür Verantwortlich ist. Auch ist es unfähr allen anderen Vereinen, die Jugendarbeit betreiben, gegenüber jetzt den Steuergeldsack aufzumachen. Jeder Verein muss mit den Mitteln auskommen die er durch Einnahmen erwirtschaftet. Ich glaube nicht das die Stadt gegenüber einen Kleingartenverein oder Seniorenverein auch so großzügig ist. Aber einen Antrag sollte man stellen. Schon aus Prinzip und dem Gleichheitsgrundsatz.

http://www.nordkurier.de/neubrandenburg/fcn-auf-finanziellem-schlingerkurs-0911613212.html

Das zeigt doch das sich beim FCN bis heute nichts geändert hat.Es wurde weiter auf großen Fuss gelebt ohne das die Einahmen dahinter standen. Andere Vereine werden dafür kein Verständnis und Solidarität zeigen. Viele kämpfen am Limit ohne das sie auf den Steuersack der Stadt hoffen können. Und das kann man auch beim FCN erwarten. Und was ist eigentlich mit dem DFB der hat doch genug Geld. Warum springt er nicht ein für die Stadt.