Abschied aus Fünfeichen:

Fernmeldebataillon rollt Truppenfahne ein

Mit einer symbolträchtigen Zeremonie ist am Standort Fünfeichen ein Stück Militärgeschichte zu Ende gegangen.

Mit dem Einrollen der Truppenfahne wird symbolisch das Ende des Fernmeldebataillons 801 besiegelt. 
Susanne Schulz Mit dem Einrollen der Truppenfahne wird symbolisch das Ende des Fernmeldebataillons 801 besiegelt. 

Mit der Auflösung des Fernmeldebataillons 801 endet am Standort Fünfeichen die fast 25 Jahre währende Nutzung durch die Bundeswehr, und auch für die rund 400 Angehörigen des Bataillons ist dieser Abschied eine Zäsur. Viele von ihnen wechseln in die Stabs- und Fernmeldekompanie der Panzergrenadierbrigade 41 „Vorpommern“ in der nahen Tollense-Kaserne, die somit die letzte Kaserne im Raum Neubrandenburg ist.

Doch etwas Wehmut gestatten sich selbst hartgesottene Militärs, als mit dem symbolträchtigen Einrollen der Truppenfahne das Ende besiegelt wird. Nicht nur Familien und Freunde der Soldaten, auch viele „Ehemalige“ sind nach Fünfeichen gekommen, um Erinnerungen Revue passieren zu lassen.

„Beeindruckt und stolz“ zeigte sich Oberstleutnant Frank Töpfer, der seit Anfang 2013 das Fernmeldebataillon kommandierte: Auch in Zeiten der Ungewissheit über ihre berufliche Zukunft hätten die Männer und Frauen Standhaftigkeit und Zuversicht bewiesen – was er ihnen auch für künftige Wege wünschte. Die Herausforderungen der Konversion als Chance zu verstehen, ermutigte Oberbürgermeister Silvio Witt – auch wenn Neubrandenburg mit dem Standort Fünfeichen „einen Wirtschaftsfaktor und ein Markenzeichen“ verliere.

Einst aus dem Nachrichtenregiment 5 der NVA hervorgegangen, hatte das Fernmeldebataillon 801 seit 1990 mehrere Umgliederungen durchlebt. Mit der Außerdienststellung zum 30. September und der Auflösung zum 31. März ist seine Chronik – erfüllt auch von vielen Hilfs- und Katastropheneinsätzen – vollendet.

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