Bahnhofsumbau:

Fernverkehr für die Stadt wieder nah

Die Deutsche Bahn will nun doch eine 210 Meter lange Bahnsteinkante für Neubrandenburg planen. Lange Zeit schien das ganz unmöglich.

Hoffnungsschimmer: Auf dem Neubrandenburger Bahnhof könnten möglicherweise auch nach dem Umbau Fernzüge halten.
Jörg Franze Hoffnungsschimmer: Auf dem Neubrandenburger Bahnhof könnten möglicherweise auch nach dem Umbau Fernzüge halten.

Entgegen den ursprünglichen Bahn-Plänen, den Fernbahnsteig auf dem Bahnhof auf 140 Meter zu verkürzen, hat der Verkehrskonzern jetzt doch eingelenkt. Wie es auf Nachfrage aus dem Schweriner Verkehrsministerium am Freitag hieß, habe die Bahn auf Druck des Landes zugesichert, einen 210 Meter langen Bahnsteig – Voraussetzung für Fernverkehr – in die Planungen für den Bahnhofs-Umbau aufzunehmen. Vorausgegangen war dem eine Anfrage der Grünen-Landtagsabgeordneten Jutta Gerkan. „Damit ist perspektivisch wieder Fernverkehr nach und von Neubrandenburg möglich“, so eine Sprecherin des Ministeriums.

Befürworter des „langen Kantens“ hatten vor großen Nachteilen für Wirtschaft und Tourismus gewarnt, sollte Neubrandenburg vom Fernverkehr abgekoppelt werden.

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Kommentare (5)

Nur ein Bahnsteig hilft auch nicht allein. Der Bahnhof ist einfach nicht angeschlossen an den Fernverkehr. Diesen Part übernimmt Pasewalk und Neustrelitz. Ein vollständiges neues Bahnkonzept muss erarbeitet werden damit Neubrandenburg wieder am Fernverkehr teilnimmt. Sonst kann man sich den Bahnsteig schenken. Aber Vorsicht die Bahn plant und baut gerne und nutzt es nicht, wie man vor kurzen im MDR sehen konnte.

Im Frühjahr letzten Jahres hatte der Nordkurier berichtet, dass sich in Neubrandenburg ein Arbeitskreis gebildet hat, der die Aufgabe übernehmen will, dass den passenden Zug auch geben kann. Na klar muss dafür ein Konzept erarbeitet werden. Neustrelitz und Pasewalk übernehmen sicherlich nicht den Part den Neubrandenburgern eine passende Fernzuganbindung zu geben. Erinnert sei hier auf den Interconnex, der jahrelang in Neustrelitz die Neubrandenburger Züge verpasst hatte, weil von der Zugfolge im Bahnhof Neustrelitz keine andere Konzeption möglich war. Und zum ICE im Morgengrauen ist in Neustrelitz der Zeitverlust durch die Umsteigezeit von etwas mehr als 30 min zu groß. Da fahren die Leute lieber gleich mit dem PKW nach Halle, Leipzig, München oder anderen Zielen über Berlin hinaus an Neustrelitz vorbei. Als Redundanz war der Neubrandenburger Bahnof ja bereits in den zurück liegenden Jahren öfters mit Fernzughalten genutzt worden, wenn die Strecke über Pasewalk bau- oder störungsbedingt nicht nutzbar war.

Wir haben zwei Fernbahnhöfe in mehr oder weniger unmittelbarer Nähe, da muss es natürlich auch noch ein dritter sein. Wir haben es ja. Wäre es nicht sinnvoller, die Verbindung zu den anderen beiden zu verbessern und ggf. über sowas wie Kurswagen oder so nachzudenken?

Der Kreis- und Ortsverband von Bündnis90/Die Grünen setzt sich gemeinsam mit anderen Bahninteressierten in der Stadt schon länger für den Erhalt des Fernbahnsteiges in Neubrandenburg ein. Auch in den Erörterungsterminen zum Bahnhofsumbau haben VertreterInnen aus unseren Reihen auf die Notwendigkeit des Erhaltes des Fernbahnsteiges hingewiesen. Ob sich aber aus der Antwort der Landesregierung eine neue Entwicklung ableiten lässt, bleibt offen. In den Planunterlagen steht der Fernbahnsteig schon länger, gebaut werden soll er aber erst, wenn die DB-Bahn wieder Fernverkehrszüge für Neubrandenburg plant - also nicht im Rahmen des Bahnhofsumabaus. Wenn sich an dieser Haltung etwas geändert hat und nun doch schon vorausschauend gebaut wird, ist das wirklich eine gute Nachricht für Neubrandenburg!

wir haben jetzt das Geld und bauen es. Ob es gebraucht wird oder nicht. Naja ist ja nicht das Geld der Grünen oder Piraten. Man kann ja Steuergelder so sinnlos vergeuden. Ob und wann NB an das Fernverkehr Netz angeschlossen wird kann keiner sagen. Aber lasst uns doch schon mal den Bahnsteig bauen. Wie sinnvoll.