Großeinsatz:

Gefährliche Chemikalie bei Brand in Neubrandenburg ausgetreten

Nach einem Brand war ein Sonderfahrzeug der Feuerwehr in Wohngebieten in Neubrandenburg unterwegs, um mögliche Schadstoffe in der Luft zu messen.

Die Feuerwehr im Einsatz beim Brand im Neubrandenburger Unternehmen Hobas.
Privat Die Feuerwehr im Einsatz beim Brand im Neubrandenburger Unternehmen Hobas.

Bei einem Brand in einer Produktionshalle des Röhren-Herstellers Hobas in Neubrandenburg-Trollenhagen ist durch Beschädigungen an einer Leitung Natriumhydroxid ausgetreten. Natriumhydroxid ist eine starke Lauge. Der Nebel, Staub und die Lösungen, die dieses Produkt enthält, können zu schweren Verletzungen der Augen, Schleimhäute und der Haut führen.

Die Neubrandenburger Feuerwehr, die den Brand schnell unter Kontrolle und gelöscht hat, setzte ein Spezialfahrzeug in Bewegung, das in umliegenden Wohngebieten den möglichen Schadstoffgehalt in der Luft messen sollte. "Wir gehen aber nicht davon aus", sagte Neubrandenbursg oberster Brandschützer Frank Bühring, "dass eine gefährliche Situation eingetreten ist." Gegen späten Vormittag gab die Polizei Entwarnung. Es sei keine Schadstoffbelastung im Bereich des Datzeberges festgestellt worden.

Zur Brandursache konnten am frühen Morgen noch keine Angaben gemacht werden. Der Sachschaden beträgt rund 500.000 Euro. Die Feuerwehr ist um 7.29 Uhr alarmiert worden und war mit knapp 50 Kameraden vor Ort, darunter auch der speziell ausgebildete Schadstoffzug.

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Kommentare (4)

8:16 Uhr (Datum der Artikelveröffentlichung) ist also "später Vormittag".

Hallo Dirknb! Seit der Erstveröffentlichung gab es mehrere Aktualisierungen des Artikels; die Uhrzeit passt sich nicht automatisch an. Viele Grüße, Oliver Wunder, Nordkurier-Redaktion

Auf anderen Seiten stehen die Updates dann unten drunter. Wäre ja auch eine Idee gewesen. So kann Leser dann auch die Info-Entwicklung nachvollziehen. Kann man machen, muss man aber auch nicht. Aber so, wie es ist, ist es doch eher irritieren, wenn eine Meldung vor dem Ereignis bzw. Erkenntnisstand datiert ist. Da sollte wohl mal was auf die ToDo-Liste der IT. ;-)

Neben dem ausgetretenen Natriumhydroxid verwendet Hobas in der Produktion Harze, Glasfasern und Quarzsand – drei Rohstoffe, die krebserregend sind. 1. Die Harze enthalten Styrol. Dieses ist als toxisch klassifiziert und kann sich negativ auf die Reproduktion, auf die Atemwege, die Gehörgänge, die Haut und die Augen auswirken. Hobas verwendet Harze in vielen Bereichen der Produktion sowohl in Trollenhagen als auch in der Eichhorster Straße bei der Spezialprofilfertigung. 2. Hobas verwendet für die Produktion der Rohre, Kupplungen und Formteile Glasfasern, die hervorgerufen durch Schneiden und Schleifen der Produkte lungengängig sind und damit Krebs verursachen können. Und 3. verwendet Hobas Quarzsand, der wie die Glasfasern beim Schneiden und Schleifen in die Lungen geraten kann. Das Personal hat in diesem Betrieb einiges zu ertragen!! Wieso lassen die Behörden soetwas zu? Und die Profitgier der Eigentümer ist riesig!! Es gibt Pläne zur Verbringung von Anlagen aus Neubrandenburg nach Polen!!