Ruhe statt Böller:

Feuerwerksverbot auch im Neubrandenburger Flüchtlingsheim

Silvesterraketen, Heuler und Böller sind zu Silvester in den Flüchtlingsunterkünften im Nordosten tabu. Das Verbot soll der Sicherheit dienen.

   
Michael Reichel    

In den Flüchtlingsunterkünften im Nordosten heißt es zu Silvester: Ruhe statt Böller. Die Landesregierung hat für Silvester das Abbrennen von Feuerwerk in den Flüchtlingsquartieren untersagt. Das gilt auch für die Gemeinschaftsunterkunft in Neubrandenburg.

"Das Verbot dient dem Schutz der Flüchtlinge und der Liegenschaften des Kreises", begründet Haidrun Pergande, Sprecherin des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte. Die Vorschrift erstrecke sich auf das Gelände der Heime und die unmittelbare Umgebung vor den Unterkünften. Die Bewohner werden mit einem Aushang auf Arabisch, Russisch, Französisch und Englisch informiert. Bei Verstößen sei der Wachschutz berechtigt, die Feuerwerkskörper einzusammeln, erläutert die Sprecherin.

Irimie Pencov hält die neue Regelung für sinnvoll. In der Vergangenheit sei es über Silvester oft zu Sachbeschädigung durch Raketen und Knaller gekommen, erklärt der Chef der Neubrandenburger Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge. Zudem verweist er auf mögliche psychische Probleme der Geflüchteten. "Bei uns leben sehr viel Kriegsflüchtlinge aus Syrien", erklärt er. Niemand wisse, an welche Trauma diese Menschen durch die Knallerei erinnert würden. 

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