DRK in der Kritik:

Fleißiger Blutspender fühlt sich vergessen

Wer sein Blut für andere hergibt, der freut sich über eine Anerkennung. Doch in diesem Jahr gab es noch keine Ehrung für die Spender in der Stadt.

Ein Mann spendet Blut im Blutspendebus vom Deutschen Roten Kreuz.  
Patrick Pleul Ein Mann spendet Blut im Blutspendebus vom Deutschen Roten Kreuz.  

Blutspender wissen, nach der 25., 50., 75. und auch nach der 100. Spende erfolgt eine Anerkennung. Meist in Form einer Urkunde und einer gemeinsamen Veranstaltung. Verwirrung nun bei einem langjährigen Spender: „Ich habe bereits 104 mal Blut gespendet“, erzählt der Neubrandenburger am Lesertelefon. Aber irgendwie scheint er bei der Ehrung für seine 100. Blutspende vergessen worden zu sein, befürchtet der Viertorestädter. 

„Um die Spenderehrung kümmern sich die jeweiligen Kreisverbände des Deutschen Roten Kreuzes“, sagt Iris Kraus vom DRK-Blutspendedienst auf Nachfrage. Man sammle die Namen der Spender jeweils eines Jahres, um dann im darauf folgenden Jahr sie zu einer Veranstaltung einzuladen. Was sich die jeweiligen Verbände für ihre Blutspender ausdenken, das sei ihnen überlassen. In Neustrelitz erfolgte zum Beispiel schon eine Einladung ins Bootshaus am Zierker See.

Die Ehrenamtskoordinatorin des DRK-Kreisverbandes Neubrandenburg, Kathleen Kleist, beruhigt den Spender. Er sei nicht vergessen worden. Sie bestätigt, dass für die Ehrungen der langjährigen Spender der Verband zuständig sei. Meist finden solche Ehrungen vor oder kurz nach der Sommerpause statt. Doch einen aktuellen Termin gebe es im Moment noch nicht, sie bittet den Spender um etwas Geduld. Es liege an Umstrukturierungen im Verband. „Früher fand die Ehrung der Blutspender immer am Weltrotekreuztag statt“, erinnert sie sich. Der findet am 8. Mai statt. Allerdings sei das eine Veranstaltung des gesamten DRK-Kreisverbandes gewesen. Meist wären dann anderthalb Stunden nur mit dem Überreichen von Auszeichnungen angefüllt gewesen. Deshalb habe man sich entschieden, eine Extra-Ehrung für die Blutspender auszurichten. „In den zurückliegenden Jahren sind wir Bowlen gewesen“, berichtet die Ehrenamtskoordinatorin. Es gab außerdem einen kleinen Imbiss. Das soll auf alle Fälle auch in diesem Jahr wieder so sein.

 

Nordkurier digital: Jetzt 6 Wochen zum Sonderpreis testen!