Wieder mehr Einwohner:

Flüchtlinge stoppen Bevölkerungsrückgang in Neubrandenburg

Jahrelang kannte die Entwicklung der Einwohnerzahlen von Neubrandenburg nur den Weg nach unten. Nun dreht sich der Trend scheinbar.

Um Neubrandenburg attraktiver zu machen, soll bald das Hotel am Markt abgerissen und durch ein Geschäftsgebäude ersetzt werden. Ob das mehr Einwohner bringt?
Bernd Wüstneck Um Neubrandenburg attraktiver zu machen, soll bald das Hotel am Markt abgerissen und durch ein Geschäftsgebäude ersetzt werden. Ob das mehr Einwohner bringt?

Die Stadt Neubrandenburg hat den seit 1990 andauernden Bevölkerungsrückgang anscheinend gestoppt. 2015 wuchs die Zahl der Einwohner um rund 340 Menschen auf 64 379 Einwohner an, wie eine Sprecherin der Stadt am Mittwoch erklärte. Ein Grund dafür sei der Zustrom an Flüchtlingen. Außerdem ziehen wieder mehr Menschen in die Stadt, als weggehen, wie aus der städtischen Statistik hervorgeht. Lebten Anfang 2015 exakt 1816 Menschen mit Migrationshintergrund in der Stadt, so waren es Mitte Dezember rund 2500 Bewohner mit Flüchtlingshintergrund. Ohne Flüchtlinge wäre die Einwohnerzahl aber weiter gesunken.

Mecklenburg-Vorpommerns drittgrößte Stadt nach Rostock und Schwerin hatte 1989 rund 90 000 Einwohner, war dann stark von Abwanderung betroffen und konnte dies trotz einer hohen Wirtschaftskraft bis Ende 2014 nicht dauerhaft umkehren. Damals lebten 64 038 Menschen in der Stadt. Ende 2013 waren es noch 64 150 Einwohner gewesen. Dabei gibt es mit rund 33 000 Frauen rund 2500 mehr weibliche als männliche Neubrandenburger.

Oberbürgermeister Silvio Witt (parteilos) hatte im Spätsommer schon dazu aufgerufen, den Strom der Flüchtlinge stärker als Chance zu begreifen. Unternehmen und Vereine sollten versuchen, qualifizierte Menschen besser zu integrieren.

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Kommentare (3)

in und um Neubrandenburg haben nur auf diesen Flüchtlingsansturm gewartet. Glaubt der Herr Witt das was er erzählt? Laut Statistik sind 90 Prozent der Asylbewerber nicht im Arbeitsmarkt integrierbar. Wacht endlich auf und redet nicht alles schön. Und warum hat Neubrandenburg diese Masse an Einwohner verloren? Sind die alle weggestorben? Natürlich sind die Menschen dahin gezogen wo es Arbeit gibt. Jetzt freut man sich das die Flüchtlinge die Einwohnerzahl stabil halten. Welch ein Irrsinn.

Richtig Pommernfreund hier soll uns ein Bevölkerungsaustausch als positive Sache verkauft werden.Das der neue Bevölkerungszuwachs nicht nur aus Ärzten und Ingenieuren sollte nun auch der letzte gemerkt haben.Sicherlich werden Jobs geschaffen im öffentlichen Dienst und sozialen Bereich um die ganzen Neuankömmlinge zu integrieren.Mann muss sich da nur mal die Stellenausschreibung in diesen. Bereich anschauen.Deutsche Familien ziehen weg wegen Perspektivlosigkeit in dieser Stadt.....aber herzlichen Glückwunsch mit den Neuen.

Wehrte Statistikfreunde, seien Sie kritisch! Glauben Sie nicht alles, was Sie im Internet bei den scheinbaren Gegenmedien an Theorien und Nachrichten lesen! Von einem "Bevölkerungsaustausch" kann keine Rede sein. Welcher Flüchtling will denn unter den gegenwärtigen Bedingungen freiwillig in Neubrandenburg bleiben? Sobald sie anerkannt sind und ihren Wohnort frei wählen können, wird es mit Sicherheit einen massiven Fortzug von Mitgliedern dieser Bevölkerungsgruppe geben. Und wenn sie nicht anerkannt und abgeschoben werden, geht die Einwohnerzahl ebenfalls zurück. Um zur eigentlichen Statistik zurückzukommen: Die ausführliche Statistik der Stadt zur Bevölkerungsentwicklung ist bisher noch nicht veröffentlicht. Allerdings kann nur dadurch deutlich werden, ob der durch die Flüchtlinge ausgeglichene Bevölkerungsrückgang durch Sterbefälle oder Fortzüge zustande kam. Sobald die Daten da sind, werden wir sie aufbereiten. Mit freundlichen Grüßen, Oliver Wunder, Nordkurier-Redaktion