Mecklenburger Seenrunde:

Frauenrunde bleibt für Männer tabu

Das Radsportereignis Mecklenburger Seenrunde geht am 29. und 30. Mai in die zweite Runde. Vieles bleibt beim alten, aber Neues ist auch geplant.

Gut gelaunt gingen die Frauen im vergangenen Jahr auf ihre 90-Kilometer-Runde. Männer, die diese Strecke in Angriff nehmen wollen, dürfen dies weiterhin nicht.
Bärbel Gudat Gut gelaunt gingen die Frauen im vergangenen Jahr auf ihre 90-Kilometer-Runde. Männer, die diese Strecke in Angriff nehmen wollen, dürfen dies weiterhin nicht.

Die 90 Kilometer werden bei der diesjährigen Mecklenburger Seenrunde auch wieder ausschließlich weiblichen Teilnehmerinnen vorbehalten sein. Das macht Detlef Koepke, Mitorganisator der Seenrunde, klar. Es sei ein Alleinstellungsmerkmal der Seenrunde und die Frauen würden dies begrüßen.

Koepke kennt die Diskussion, derzufolge auch Männer, die sich die große Tour über 300 Kilometer nicht zutrauen, an der Runde für die Frauen teilnehmen wollen. "Sind den Veranstaltern der Mecklenburger Seenrunde die sogenannten Minis ohne eigenes Geld mehr wert als Männer, die gerne die 90 Kilometer fahren würden und den selben Preis wie für 300 km zahlen würden?", fragt Ulf Günther und reagiert mit dieser Frage auf die Idee der Radsportler des Polizeisportvereins, eine Mini-Mecklenburger Seenrunde für kleine Radler zu organisieren. Aus beruflichen Gründen habe er keine Zeit, für die 300 Kilometer zu trainieren. „Ich weiß aber, dass ich die 90 Kilometer schaffe, weil ich die schon am Stück gefahren bin.“

Organisator Detlef Koepke erklärte indes, es gebe Gedanken, vielleicht im kommenden Jahr für die Männer eine zweite Strecke über 150 Kilometer anzubieten. „Aber wir wollen langsam wachsen.“ Schließlich müsse eine Stecke gefunden und alles auch organisatorisch bewältigt werden.

 

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Kommentare (4)

das wollen wir doch nicht annehmen in Zeiten wo Frauen alle Rechte eingeräumt werden. Und das auf großer Politischer Ebene. Also warum diese Alleinstellungsmerkmal für die sogenannte Frauenrunde. Oder werden Männer hier doch diskriminiert. Wo liebe Veranstalter bleibt der Gleichheitsgrundsatz?

... auf der Frauenrunde mitfahren weil die Frauen sich dann diskriminiert fühlen würden weil sie von Männern überholt werden könnten ;-)

Die Frauen wollen doch bloß mal unter sich sein, und nach der Radtour sich mal ordentlich ausquatschen.

die veranstalter haben nur angst, dass dann mehr männer auf der frauenrunde fahren und weniger startgeld in die kasse kommt als bei der 300km mörderunde. aber es gibt auch menschen die können keine 300 km gesundheitlich fahren - da sollten die herren mal nachdenken da oben. freigabe ab 60 jahre wäre doch eine option......