Gefährliche Ampelschaltung an neuer Kreuzung :

Freie Fahrt zum See kurz unterbrochen

Wer aus der Innenstadt geradeaus hinüber in die Schillerstraße fahren wollte, sah sich plötzlich quer laufenden Fußgängern gegenüber. Denn die hatten gleichzeitig grün. Eine Nordkurier-Nachfrage beendete die gefährliche Neuregelung.

Dieses Bild, aufgenommen am Freitag vergangener Woche, verdeutlicht das Dilemma: Die Autos aus der Großen Wollweberstraße haben Grün und können auch über den Ring in die Schillerstraße fahren. Gleichzeitig haben die Fußgänger, die die Schillerstraße parallel zum Ring überqueren möchten, grünes Ampellicht. Da quietschen schon mal die Bremsen... 
Gerhard Rosenfeldt Dieses Bild, aufgenommen am Freitag vergangener Woche, verdeutlicht das Dilemma: Die Autos aus der Großen Wollweberstraße haben Grün und können auch über den Ring in die Schillerstraße fahren. Gleichzeitig haben die Fußgänger, die die Schillerstraße parallel zum Ring überqueren möchten, grünes Ampellicht. Da quietschen schon mal die Bremsen... 

Erst der Stopp, dann wurde neu geschaltet: Am Dienstag war es für mehrere Stunden nicht mehr möglich, geradeaus von der Großen Wollweberstraße über den Friedrich-Engels-Ring in die Schillerstraße zu fahren. Schuld daran war der Nordkurier – beziehungsweise einige seiner Leser.

Denn diese hatten ihre Heimatzeitung auf einen gefährlichen Fehler in der neuen Ampelregelung aufmerksam gemacht, die vor fast zwei Wochen mit Öffnung der Schillerstraße eingeführt wurde: Wenn die Autofahrer aus der Großen Wollweberstraße Grünes Licht haben, haben gleichzeitig auch die Fußgänger Grün, wenn sie die Schillerstraße am Ring überqueren wollen. Hier habe es schon gefährliche Situationen gegeben, in denen die Autofahrer eine Gefahrenbremsung hinlegen musste. Glücklicherweise ist hier in den vergangenen Tagen noch kein Unfall passiert.

Stadtverwaltung reagierte sofort

Am Montagabend machte der Nordkurier das Rathaus auf diese gefährliche Regelung aufmerksam und fragte, ob es dabei bleiben soll. Die Stadtverwaltung reagierte sofort. Man nehme diesen Hinweis sehr ernst, erklärte Stadtsprecherin Doreen Duchow am Dienstagvormittag. Der Geradeausverkehr aus der Großen Wollweberstraße sei sofort unterbunden worden. Diese Entscheidung sei gemeinsam mit dem Straßenbauamt Neustrelitz getroffen worden. Dieses sei auch zuständig, weil es sich beim Engelsring um eine Bundesstraße handele.

Die Ampelanlage an dieser Stelle befindet sich noch in einem Probebetrieb. Die Stadtverwaltung habe sich wegen des Hinweises unverzüglich auch mit dem Projektanten und dem Hersteller der Ampelanlage in Verbindung gesetzt, um die Schaltung zu überprüfen und gegebenenfalls Veränderungen vornehmen zu können.

Dies wurde innerhalb kurzer Zeit offenbar auch geschafft. Denn am frühen Nachmittag kam die Entwarnung aus dem Rathaus: Der Weg aus der Innenstadt in die Schillerstraße wurde wieder freigegeben, nachdem die Ampelregelung neu programmiert worden ist. Autofahrer und Fußgänger sollten nun gefahrlos die Kreuzung passieren können.

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Kommentare (3)

Verständnis habe ich für die entstandene Situation nicht. Weder von der Planung (Programmierung der Ampelanlage), noch von der technischen Abnahme des Kreuzungsbereiches durch die entsprechenden Verantwortlichen des Straßenbauamtes und der Stadtverwaltung. Das ist oberflächliche, fast schon verantwortungslose Arbeit. Der Vorfall zeigt aber auch wieder einmal etwas typisch „Neubrandenburgisches“: Gefährdet waren die zu Fuß gehenden, richtig, aber was ist mit den Rad fahrenden, waren diese nicht gefährdet? Aber vor denen ist in Neubrandenburg ja immer nur dann die Rede, wenn sie angeblich selbst andere Verkehrsteilnehmer gefährden!

Heidrun, ich kann deine Äußerung nur teilweise nachvollziehen. Auf dem Foto, worauf sich das Kommentar bezieht, ist kein Radfahrer zu sehen, oder bin ich einfach nur blind?? Warum sollten diese nun erwähnt werden? Man kann auch unter Minderwertigkiet leiden!

An dieser Kreuzung haben zu Fuß gehende und Rad fahrende gleichzeitig "grün". Somit sind zu Fuß gehende und Rad fahrende gleichermaßen gefährdet gewesen. Das Bild gibt ja nicht die entstandene Situation wieder. Aber darum geht es Ihnen ja nicht. Stimmt´s @BADBOYCLUB???