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Fünf Mal Frauenpower gegen Krebs

Von unserer MitarbeiterinDominique CirsteaAm 5. Mai geht der Frauenlauf in Neubrandenburg in die vierte Runde. Auch dieses Jahr heißt es: Laufen für die ...

Geballte Familienpower zum Frauenlauf: Katja Henning mit Tochter Stine (v. links), Astrid Hannemann mit Tochter Hellin (v. rechts) und Inge Hinrichs. [KT_CREDIT] FOTO: D. Cirstea

Von unserer Mitarbeiterin
Dominique Cirstea

Am 5. Mai geht der Frauenlauf in Neubrandenburg in die vierte Runde. Auch dieses Jahr heißt es: Laufen für die Krebshilfe. Im vorigen Jahr 2000 Euro an das Brustkrebszentrum im Dietrich Bonhoeffer Klinikum übergeben werden.

Neubrandenburg.Schneematsch, konstante Temperaturen im Drei- Grad- Bereich. So schön kann Frühling sein! Auch wenn das Training dieses Jahr wortwörtlich in den zugefrorenen Brunnen gefallen ist, haben sich bis jetzt etwa einhundert Frauen für den 4. Neubrandenburger Frauenlauf eingeschrieben.
Zu den ersten Angemeldeten zählen auch Astrid Hannemann, ihre siebenjährige Tochter Hellin, sowie ihre Schwester Katja Henning mit Tochter Stine und Mutter Inge Hinrichs. „Ich bin bereits zum dritten Mal dabei, meine Mutter und meine Schwester habe ich vor zwei Jahren einfach mit angemeldet und seitdem starten wir gemeinsam“, erzählt Astrid Hannemann und lacht.
In ihrer Freizeit läuft die 41-Jährige sehr gern. Sportlichkeit liegt bei ihr in der Familie. Tochter Hellin tanzt seit sie vier Jahre alt ist, ihre 12- jährige Nichte Stine ist Triathletin auf dem Sportgymnasium in Neubrandenburg. Auch die beiden Mädchen laufen am 5. Mai mit. „Der Mädchenlauf ist eine tolle Idee, um auch junge Mädchen dafür zu begeistern und vor allem für das Thema Krebs zu sensibilisieren. 750 Meter sind eine geeignete Strecke, Hellin läuft aber mit ihrer Oma zusammen die 2,5 Kilometer“, sagt Astrid Hannemann und stupst ihre Tochter an, die daraufhin schüchtern nickt.
Die beiden Schwestern sind bisher die Fünf-Kilometer-Strecke gelaufen. Sind die 7,5 Kilometer vielleicht ein nächstes Ziel? „Es kommt uns nicht darauf an, wie viel wir laufen, und erst recht nicht, wie schnell. Einigen ist das sehr wichtig, aber uns geht es allein darum, uns zu bewegen“, erklärt Astrid Hannemann. „Es geht beim Frauenlauf um den guten Zweck, nicht um Leistung. Was wir leisten, ist ein minimaler Beitrag. Ich finde, die Teilnahmegebühr von vier Euro darf auch erhöht werden. Aber es gibt auch viele Spender und Sponsoren, die eine tolle Unterstützung sind“, ergänzt Katja Henning.
Vom Lauf für die Krebshilfe erfahren hat Astrid Hannemann, als der erste Frauenlauf bereits vorbei war. „Es haben auch viele meiner Kolleginnen daran teilgenommen und von der tollen Atmosphäre geschwärmt. Als ich ein Jahr später dann das erste Mal selbst mitgelaufen bin, war das wirklich klasse. Man trifft viele Freunde und Bekannte, die Männer und Kinder feuern vom Rand aus an und die Tombola ist der perfekte Abschluss. Die Frauenlauf-Initiatorin Angelika Schlender-Kamp macht das so kernig. Das Zusehen allein macht schon Spaß!“, erzählt Astrid Hannemann und lächelt begeistert. Auch für Erkrankte und ehemalige Krebs- Patientinnen sei das gemeinschaftliche Laufen eine Quelle der Motivation, sind sich die drei Frauen einig. Das Alter spiele keine Rolle. Für jeden sei von der 2,5-Kilometer- bis hin zur Zehn-Kilometer-Laufstrecke alles dabei. Gewalkt wird über 4,2 Kilometer oder 8,4 Kilometer. „Es ist einfach ein super Gefühl, zusammen mit anderen für ein solches Ziel zu laufen. Einfach Wahnsinn.“

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