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Für den Wahlabend den Ernstfall geübt

Der neue Zuschnitt der Wahlkreise birgt viele Hürden. Die Kreisverwaltung simuliert daher schon mal, wie am 22. September die Weitermeldung der Ergebnisse klappen soll.

15 Angestellte der Kreisverwaltung haben schon mal unter fast echten Bedingungen getestet, ob die Erfassung und Weiterleitung der Daten an die Landeswahlleiterin klappt. Die Generalprobe jedenfalls ging glatt über die Bühne.
Andreas Segeth 15 Angestellte der Kreisverwaltung haben schon mal unter fast echten Bedingungen getestet, ob die Erfassung und Weiterleitung der Daten an die Landeswahlleiterin klappt. Die Generalprobe jedenfalls ging glatt über die Bühne.

389 Wahllokale in der Seenplatte - da wird am Abend des 22. September eine Menge zu zählen sein. Nicht nur für die rund 2000 Wahlhelfer in den Wahllokalen, auch für Mitarbeiter in den Städten und Gemeinden sowie in der Kreisverwaltung stellt die Bundestagswahl eine besondere Herausforderung dar. Deshalb wurde in der Kreisverwaltung in Neubrandenburg schon mal die Weitergabe der Ergebnisse aus den Wahllokalen an die Landeswahlleiterin geübt. „Alles hat super geklappt“, bilanziert Kreiswahlleiter Lothar Schmidt. In weniger als einer Stunde war die Arbeit getan. 

Doch die Bundestagswahl 2013 sei etwas ganz Besonderes, stellt Schmidt fest. Denn die Zahl der bisher sieben Wahlkreise sei wegen des Bevölkerungsrückgangs in Mecklenburg-Vorpommern auf sechs zurückgegangen - mit einem durchaus verwirrenden Modell. So umfasst beispielsweise der Wahlkreis 17, für den Lothar Schmitt zuständig ist, zwar weite Teile des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte, allerdings nicht die Kreisstadt Neubrandenburg. Die gehört zum Wahlkreis 16, ebenso wie die Ämter Friedland, Neverin, Stargarder Land, Woldegk und Feldberger Seenlandschaft sowie fast der komplette Landkreis Vorpommern-Greifswald (dessen Kreisstadt Greifswald wiederum dem Wahlkreis 15 zugeschlagen ist). Eine absurde Aufteilung, die nicht gerade wählerfreundlich ist, muss Schmidt eingestehen.