Gute Nachricht für das Hager-Haus:

Für ein Gemälde durch die ganze Republik

Es waren rund 1500 Kilometer, die Museumsleiter Frank Saß aus Burg Stargard auf sich nahm, um ein Marie-Hager-Bild in die Heimat zu holen. Das ist aber noch nicht die einzige Neuigkeit.

Frank Saß, Gerda Boldt (Vorstandsmitglied) und Adelgrunde Radke (Vorsitzende des Hager-Kunstvereins) sowie Tilo Lorenz (von links) bewundern das Gemälde. 
Paulina Jasmer Frank Saß, Gerda Boldt (Vorstandsmitglied) und Adelgrunde Radke (Vorsitzende des Hager-Kunstvereins) sowie Tilo Lorenz (von links) bewundern das Gemälde. 

Vor Kurzem ist Frank Saß rund 750 Kilometer nach Westen und wieder zurück gereist, um das nach Burg Stargard zu holen, was auch dorthin gehört: ein weiteres Gemälde von Marie Hager. Frank Saß ist der Leiter des Marie-Hager-Hauses und eng mit der Geschichte und dem Schaffen dieser Frau verbunden. Deswegen freute es ihn und auch die Mitglieder des Marie-Hager-Kunstvereins um die Vorsitzende Adelgunde Radke sehr, dass sich Erben aus der Nähe von Bochum (Nordrhein-Westfalen) gemeldet haben und von dem Nachlass ihrer verstorbenen Mutter berichteten.

Sie hatten ein Bild, Öl auf Leinwand, gefunden und wollten wissen, was es mit der Signatur des Künstlers auf sich hat. „Volltreffer“, sagt Frank Saß, denn das Gemälde wurde von Marie Hager gemalt. Es stellte sich heraus, dass der Großvater der verstorbenen Mutter Soldat und auch Kunstliebhaber war. Anfang der 30er Jahre hatte er das Bild gekauft. Die Erben machten dem Kunstverein nun einen fairen Preis – und der Kunstverein ließ sich nicht zweimal bitten und machte Nägel mit Köpfen.

Warum ist gerade dieses neue Bild etwas Besonderes? Grundsätzlich ist für die Bewunderer der Künstlerin jedes Bild wertvoll, aber Frank Saß hat noch einen anderen Grund: Man wisse gar nicht, wie viele Bilder es von Marie Hager wirklich gibt. „Und dieses Motiv haben wir noch nicht“, sagt er. Außerdem habe man ein weiteres Bild vor dem Nirwana gerettet. Das Bild soll bald im Zuge einer Ausstellung gezeigt werden. Bis dahin ist jeder Neugierige aber trotzdem ins Hager-Haus eingeladen.