Kein grünes Licht aus Schwerin:

Für Schulsanierung wird Geld nicht freigegeben

Noch Anfang Oktober gab es berechtigte Hoffnungen, dass die Grundschule Nord in absehbarer Zeit auch von innen saniert wird. Da haben sie die Rechnung ohne die Landespolitik gemacht.

Schön: Das Haus der Grundschule Nord ist von außen wirklich ansehnlich. Doch innen ist noch viel zu tun, ehe die Grundschüler, die derzeit im Nachbargebäude lernen, hier einziehen können.
Paulina Jasmer Schön: Das Haus der Grundschule Nord ist von außen wirklich ansehnlich. Doch innen ist noch viel zu tun, ehe die Grundschüler, die derzeit im Nachbargebäude lernen, hier einziehen können.

Die Pläne für  die Sanierung hängen  seit Wochen aus. Und die Zeichen standen gut. Eigentlich. Es fehlte nur noch das grüne Licht seitens des Innenministeriums, schließlich muss das Vorhaben in der Traberalleee unterstützt beziehungsweise gefördert werden. Der Vergabeausschuss des Landes tagte am
7. Oktober und allesamt hatten kräftig die Daumen gedrückt.

Doch Pustekuchen: Die Entscheidung über Fördermittel ist vertagt worden – bis zum 4. März 2015, so  die Auskunft  aus  dem Schweriner Innenministerium. Diese Nachricht trifft Kathrin Gotthardt wie aus heiterem Himmel. Sie ist Vorsitzende des Schulfördervereins und der Schulkonferenz. „Das ist für alle Eltern ein Schlag ins Gesicht“, lautet ihrer spontane Reaktion.

Dirk Schwabe, Chef des Städtischen Immobilienmanagements (SIM), hatte zuvor auf Nachfrage noch gesagt, dass der Fördermittelbescheid im Ausschuss zumindest „nicht angelehnt“ worden sei. Es bedürfe noch der Abstimmung zwischen Innen- und Wirtschaftsministeriums. Selbst die Stadt schien also nicht umfassend informiert gewesen sein.

„Bindefristverlängerung“ vereinbart

Immerhin habe der Betriebsausschuss laut Dirk Schwabe in seiner letzten Sitzung schon einmal vorsorglich den Beschluss gefasst, welche Firma den Zuschlag für  erhalten soll. Es sei auch die „Bindefristverlängerung“ vereinbart worden.

Das heißt, dass das Angebot noch bis Ende November seitens des Unternehmens gültig sei, so Dirk Schwabe. Das geschah in der Hoffnung, dass der Fördermittelbescheid doch eintrifft. Darauf müssen nun alle Beteiligten länger warten. Ein Baubeginn noch in diesem Jahr, wie einst avisiert, ist nun nicht  mehr drin.

Die Felle davon schwimmen sieht Kathrin Gotthardt hingegen nicht. „Jetzt können wir nur abwarten“, sagt sie. Sie hofft , dass im März ein positiver Bescheid aus Schwerin eintrudelt. Aus  dem Ministerium heißt es zu den Gründen für die Verzögerung: die Gesamtfinanzierung des Vorhabens sei noch nicht gesichert.

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