Unverschuldet in Not geraten:

Für Sohn den Job aufgegeben

Der 27-jährige Sven W. kümmert sich fürsorglich um seinen Sohn. Die Wohnung konnte er aber noch nicht kindgerecht ausstatten.

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Wenn Sven W. von seinem kleinen Sohn erzählt, leuchten seine Augen. Der Dreijährige sei sehr aufgeweckt, male gern und liebe es, mit dem Baukasten zu spielen. Gerade erst war er mit ihm zur ärztlichen Untersuchung. Und die habe bestätigt, dass der Kleine seinem Alter entsprechend entwickelt ist. Alles ist in Ordnung. Beruhigend für den Vater.

Seit einem halben Jahr lebt Julian bei ihm. Nachdem die Mutter psychisch schwer erkrankte und langfristig in einem Heim betreut werden muss, erhielt Sven W. das Sorge- und Aufenthaltsbestimmungsrecht.

Die Beziehung zu seiner früheren Lebenspartnerin sei noch während der Schwangerschaft zerbrochen, erzählt Sven W. in seiner zurückhaltenden, fast schüchternen Art. Nach Julians Geburt habe er aber weiter Kontakt gehalten und seinen Sohn regelmäßig besucht. So war es für ihn keine Frage, dass der Kleine nun zu ihm kommt.

Drei-Schicht-System und ein Dreijähriger - das geht nicht

Sein Leben allerdings hat sich damit deutlich verändert. In seiner Firma arbeitete der 27-Jährige im Drei-Schicht-System. Doch wie sollte er sich bei diesem Tagesrhythmus um den Dreijährigen kümmern? Alle
Bemühungen, in ein anderes Arbeitszeitmodell einzusteigen, schlugen fehl. Letztlich musste er seinen Job aufgeben. Auch die Suche nach einer neuen Arbeit war bislang erfolglos. „Alleinerziehend und ohne Führerschein – da ist es schwer, eine Arbeit zu bekommen“, sagt Sven W. Und in der Winterzeit gehe die Zahl der Job-Angebote
ohnehin zurück.

Schrank und Tisch fehlen

Die Fahrerlaubnis würde er gern machen, räumt er ein, aber dafür fehlt ihm das Geld. Ersparnisse hat er nicht. Solche Rücklagen waren bei seinem Verdienst nicht möglich. So lebt Sven W. mit seinem Sohn von Arbeitslosengeld, Wohngeld und Kindergeld. „Wir kommen damit zurecht“, sagt der junge Vater. Neuanschaffungen sind allerdings kaum zu machen. Dabei fehlen im Kinderzimmer immer noch ein ordentlicher Schrank für die Sachen des Jungen und ein Tisch.

Auch der Kühlschrank und die Spüle in der Küche müssten dringend ersetzt werden, gesteht Sven W. Beides stamme aus der Möbelbörse, habe auch schon bei ihm einige Jahre „gedient“ und sei kaum noch zu gebrauchen. Für ihn allein sei das ja kein Problem gewesen, aber jetzt mit Julian soll es doch besser sein. „Und wenn der Kühlschrank ein größeres Gefrierfach hätte, könnte ich auch Essen einfrieren, wenn etwas im Angebot ist. So könnte man gut noch etwas einsparen“, ist Sven W. sicher.

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