Weitere Entwicklung in der Tore-Affäre:

Fußballverband: Keine Manipulation bei A-Junioren

Beim Herzschlagfinale der A-Junioren in der Verbandsliga ist nach Ansicht des Landesfußballverbandes alles korrekt gelaufen. Das können einige Neubrandenburger nicht glauben. Und prüfen weitere juristische Schritte.

Spielszene aus Verbandsliga-Duell der Neubrandenburger A-Junioren gegen den FC Mecklenburg Schwerin: Damals gewannen die FCN-Jungs mit 2:0.
             
Eckard Berndt Spielszene aus Verbandsliga-Duell der Neubrandenburger A-Junioren gegen den FC Mecklenburg Schwerin: Damals gewannen die FCN-Jungs mit 2:0.  

Der Landesfußballverband sieht derzeit keine Anhaltspunkte dafür, dass es bei den entscheidenden Partien um die Meisterschaft in der A-Junioren-Verbandsliga Manipulationen gab. Der Verband veröffentlichte am Freitag eine Stellungnahme zu dem Thema. Nach Auswertung aller Informationen der vier beteiligten Vereine, der Schiedsrichter und der Verbandsbeobachter sei man der Meinung, dass sowohl das Spiel der FCN-Junioren in Güstrow als auch das parallel angesetzte Duell des FC Mecklenburg Schwerin gegen den Rostocker FC korrekt durchgeführt wurden, hieß es. Der Neubrandenburger Verein habe keinen Einspruch gegen die Wertung des Punktspiels in Schwerin eingelegt, inzwischen sei die Frist auch abgelaufen.

Aber nicht alle wollen sich mit diesem Schlusstrich des Verbands so einfach abfinden: Frank Rodenhagen, Vater des FCN-Juniors Tim Rodenhagen, sieht ebenso wie FCN-Berater Hans-Joachim Schröder genügend Anhaltspunkte für eine Manipulation des Schweriner Spiels. Der FCN-Berater erwägt jetzt, eine einstweilige Verfügung gegen die Teilnahme des FC Mecklenburg Schwerin an den Relegationsspielen zum Aufstieg in die Regionalliga zu erwirken. Er sei mit einer Anwältin im Gespröch dazu, sagte Schröder am Freitag auf Nordkurier-Nachfrage. Schröder hat als Privatperson, wie er betont, bereits Anzeige bei der Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts auf betrügerische Manipulation erstattet. 

Schwerin hatte sich den Titel in der Liga und damit die Teilnahme an der Relegation durch ein 19:0 am letzten Spieltag gesichert (der Nordkurier berichtete). Damit machte das Team aus der Landeshauptstadt einen 7-Tore-Vorsprung des FCN wett, der seinerseits "nur" 11:0 in Güstrow gewonnen hatte. Beobachter des Neubrandenburger Vereins berichteten im Nachhinein von einer unvertretbar lange Nachspielzeit in Schwerin, erst während dieser Zeit seien die letzten drei Tore gefallen.

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