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Garagen-Schrauber müssen 2014 das Doppelte berappen

VonAnett SeidelDie Friedländer müssen für die Behausung ihres fahrbaren Untersatzes tiefer in die Tasche greifen. Auch für Gärtner wird es ...

Direkt an der historischen Wallanlage stehen diese Garagen. Im nächsten Jahr rückt der Abrissbagger an.  FOTO: Anett Seidel

VonAnett Seidel

Die Friedländer müssen für die Behausung ihres fahrbaren Untersatzes tiefer in die Tasche greifen. Auch für Gärtner wird es teurer.

Friedland.Schrauber finden sich immer wieder in den städtischen Garagen, um ihrem gemeinsamen Hobby zu frönen. Doch das könnte ihnen bald vergehen. Haben sie bisher um die 30 Euro für die Garage im Jahr bezahlt, sind ab kommendem Jahr 60 Euro fällig. Die Mitglieder des Hauptausschusses haben dem jetzt zugestimmt. Die betroffenen Einwohner werden demnächst schriftlich darüber informiert, heißt es aus dem Amt.
Dabei haben die Friedländer die Pachtzins in der Höhe angeglichen, wie sie in anderen Städten längst üblich ist. „Im Vergleich zu Woldegk und Burg Stargard liegen wir im unteren Bereich“, sagt Gerhard Grosenick vom Bauamt. Außerdem sollte die Pachtzins vereinheitlicht werden. „In Friedland und in den Ortsteilen Brohm und Schwanbeck kostet die Garage 31 Euro“, führt Gerhard Grosenick an. Die Garagen im Sanierungsgebiet der Stadt Friedland kosten jedoch bereits seit 1. Juli 2011 120 Euro fürs Jahr an Pachtzins. Im Sanierungsgebiet, also im Stadtzentrum, bleibt der Preis. Aber für die Garagen an allen anderen Standorten wird’s ums Doppelte teurer. Rund 15 000 Euro Mehreinnahmen kann die Stadt damit verzeichnen. Der Kampf gegen die roten Zahlen auf dem städtischen Konto habe bei der Entscheidung ebenfalls eine Rolle gespielt. „Wir reden von rund 700 Garagen, die verpachtet oder vermietet sind.“ Im Bauamt spricht man von 15 Prozent Leerstand.
Die Bauten aus DDR-Zeiten gelten gerade im Sanierungsgebiet als städtebaulicher Missstand. „In der Innenstadt haben wir schon in den 90er Jahren an der Wassermühle Garagen abgerissen“, weiß Gerhard Grosenick. 2014 soll der Abrissbagger vier Garagen im Verwalterweg innerhalb der Wallanlage platt machen.
Nicht nur die Garagennutzer müssen tiefer ins Portemonnaie greifen, auch einige Gartenbesitzer. Die zahlen derzeit fünf Cent pro Quadratmeter im Jahr, mindestens aber fünf Euro. Bei Gärten mit einer Größe von 500 Quadratmetern kommen 25 Euro jährlich zusammen. Ab kommendem Jahr verdoppelt sich diese Gartenpacht. „Ausgenommen sind Gärten nach dem Bundeskleingartengesetz“, fügt Gerhard Grosenick hinzu. Darunter fallen alle Gärten in geschlossenen Kleingartenanlagen. Aber die Gärten im Apothekergang, am Hagedorn oder auch am Mühlenteich werden teurer. Für Schollen in Schwanbeck und Brohm muss ebenfalls mehr gezahlt werden. Auch damit passt die Stadt sich ortsüblichen Preisen an. Weit muss man nicht schauen, in der Gemeinde Datzetal sind 0,10 Euro pro Quadratmeter und Jahr fällig und in der Gemeinde Galenbeck 0,07 Euro.

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