Verkehrssünder zum Selbstschutz:

Gehweg-Radeln aus der Not heraus

Auf dem Bürgersteig statt auf der Straße zu fahren, ist für viele Radfahrer nicht nur eine Frage der Bequemlichkeit. Sie weisen auf Gefahren hin.

Auf holprigem Pflaster ist das Radfahren nicht gerade ein Vergnügen - und ganz bestimmt keine Wohltat für Rücken und Gelenke.
NK-Archiv Auf holprigem Pflaster ist das Radfahren nicht gerade ein Vergnügen - und ganz bestimmt keine Wohltat für Rücken und Gelenke.

Fünf Euro kostet es, als Radfahrer auf dem Gehweg erwischt zu werden – das mussten diese Woche erst mehrere Neubrandenburger bei Polizeikontrollen in der Innenstadt erleben. Doch dass es gute Gründe geben kann, den Bürgersteig statt der engen, holprig gepflasterten Fahrbahn zu nutzen, machten  Radler ebenfalls geltend.

Denn der Zustand der Neubrandenburger Innenstadt-Straßen lädt keineswegs zum Radeln ein: Fahrradunfreundliches Kopfsteinpflaster so weit das Auge reicht, zusätzlich mit schweren Schlaglöchern gespickt. „Hier besteht dringender Sanierungsbedarf“, sagen einige Radler.

Gernot Kunzemann schlägt vor: „Man könnte, wollte man den Gedanken der Ost-West-Radachse durch Neubrandenburg aufgreifen, auf dem Gehsteig einen Radstreifen farblich markieren.“ Unter den jetzigen Umständen jedenfalls benutze er lieber den Gehsteig. Die eigene Sicherheit führt auch Christoph Fredrich als Grund für das Gehweg-Radeln an. Nicht nur gehwegradelnde Zeitgenossen verstießen gegen das Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme, sondern eben auch „rasende und unvorsichtige Autofahrer, die das Fahrradfahren in der Innenstadt erschweren“, sagt er.

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Kommentare (1)

Wen wundert es, dass die City größtenteils mit Autos befahren wird. Wenn man den jahrelangen Firlefanz wegen der Radfahrer auf dem wenig Fußgänger frequentierten, breiten Boulevard in der Turmstraße hinzu nimmt, komme ich nicht herum, dass in Neubrandenburg die gefährlichsten Verkehrsteilnehmer und die Verursacher der häufigsten Verkehrsunfälle die Radfahrer seien. Wenn dem so ist muss das Radwegenetz geprüft, verbessert und sicherer gemacht werden. Die bisherige jahrzehntelange Innenstadtpolitik suggeriert nur eines: Radfahrer raus aus der Innenstadt!