Jörg Fischer bleibt lieber Unternehmer:

Geschäftsführer der Awo gibt seinen Posten auf

Der Landesverband plant neue Richtlinien. Jörg Fischer hat auch deshalb eine Entscheidung getroffen.

Jörg Fischer tritt zum Jahresende als Stadtchef der Awo Neubrandenburg ab.
Jörg Franze/Thomas Beigang Jörg Fischer tritt zum Jahresende als Stadtchef der Awo Neubrandenburg ab.

Der Geschäftsführer der Neubrandenburger Arbeiterwohlfahrt (Awo), Jörg Fischer, wird seinen Posten in der Wohlfahrtsorganisation aufgeben. Die Verträge würden zum Jahresende auslaufen und der Vorstand werde eine neue Entscheidung zur Geschäftsführung der Awo Neubrandenburg treffen, teilten Fischer, Vorstandsvorsitzender Tom Pissarek und dessen Stellvertreterin Birgit Schneider am Mittwoch dem Nordkurier mit.

Von Seiten des Landes- und Bundesverbandes seien, offensichtlich ausgehend von den Ereignissen im Awo-Verband Waren, neue Richtlinien angekündigt, wie künftig Geschäftsführerverträge gestaltet werden sollten, erklärten Fischer und Pissarek. Und bisher sei man in Neubrandenburg tatsächlich anders verfahren. „Ich werde dem Wunsch des Landesverbandes, hier Änderungen herbeizuführen, nicht im Weg stehen“, sagte Jörg Fischer.

Bei Neubesetzung interne Lösung favorisiert

Der Landesverband der Awo hatte Vorwürfe überprüft, ob Fischer seine Tätigkeit für die Awo genutzt habe, um Firmen seiner Familie Vorteile zu verschaffen, dafür jedoch keine Anhaltspunkte gesehen. Verbandsrechtlich sei alles korrekt gelaufen, hieß es. Vorstandchef Pissarek hob hervor, dass das Ergebnis der Überprüfung für den Vorstand sowohl eine Bestätigung der eigenen Arbeit als auch der Tätigkeit Fischers sei.

Man werde sich nun auf die Suche nach geeigneten Kandidaten für den Geschäftsführerposten der Awo Neubrandenburg begeben und favorisiere dabei eine interne Lösung, sagte Tom Pissarek. Jörg Fischer bot eine Beratertätigkeit an, wenn die Arbeiterwohlfahrt darauf zurückgreifen wolle.

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