Demokratie-Fest:

Gewerkschaft erteilt der AfD eine Absage

Am 1. Mai dürfen sich Parteien und Verbände auf dem Neubrandenburger Marktplatz präsentieren, aber die Alternative für Deutschland nicht. Die Gründe hängen mit dem Vorjahr zusammen.

Buntes Treiben beim Demokratiefest in Neubrandenburg vor einem Jahr. 
Hartmut Nieswandt Buntes Treiben beim Demokratiefest in Neubrandenburg vor einem Jahr. 

Der Deutsche Gewerkschaftsbund in Neubrandenburg hat für das 7. Demokratiefest am 1. Mai die Alternative für Deutschland (AfD) von der Teilnahme ausgeschlossen. Das sagte die DGB-Regional-Chefin Gisela Ohlemacher am Donnerstag auf Nordkurier-Anfrage.

Die Ziele der Partei würden nicht mit dem Anliegen des Demokratiefestes - "Zeit für mehr Solidarität" - übereinstimmen, so die Gewerkschaftsfunktionärin. Die AfD hätte darum gebeten, sich wie andere Parteien mit einem Info-Stand am Demokratiefest zu beteiligen. "Unsere abschlägige Antwort wird am Donnerstag abgeschickt", so Ohlemacher.

Die Alternative war im vergangenen Jahr am 1. Mai auf dem Marktplatz vertreten, der Stand wurde damals zur Zielscheibe von AfD-Gegnern und musste von der Polizei geschützt werden.

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Kommentare (16)

eine lebendige Demokratie hält einen Infostand der AfD nicht aus. Alles verbieten und unter sich bleiben, so wird es was.

An diesem Bsp sieht man wieder in welcher Gesellschaft wir wirklich leben.Eine kleine Elite. bestimmt was Volk zu denken hat.Selbst Wahlergebnisse beeindrucken diese Leute nicht.Meinungen die nicht passen werden in die rechte Ecke gestellt.Vor paar Jahren war die Afd kein Problem für die Politikerkaste auf den Marktplatz.Damals noch zu klein und unbedeutend.Wie die Zeiten sich ändern.

So viele Jahre sind das gar nicht. Die AfD wurde erst im Jahr 2013 gegründet. Doch hat sich die politische Ausrichtung der AfD als Anti-Euro-Partei seit dieser Zeit deutlich gewandelt und erweitert. Grüße, Oliver Wunder, Nordkurier-Redaktion

Wenn Sie schon so Schlauberger Antworten von sich geben, dann sollte Ihnen bewusst sein, dass ein paar Jahre durchaus auch die 3 Jahre seit der Gründung sind. Abgesehen davon, sind Sie als Vertreter der nicht neutralen Presse nicht auf die eigentliche Aussage eingegangen. Die AfD ist auch weiterhin eine demokratische Partei und wird zu Unrecht von einem Fest ausgeschlossen, dass müssten Sie anprangern. Nein, Sie geben an, dass die Partei sich gewandelt hat. Natürlich hat sich die Partei entwickelt und viele Themen aufgenommen. Dass Sie nur auf das eine Thema, die verfehlte Flüchtlingspolitik der Bundesregierung, anspielen, ist leider normal in der hiesigen Presselandschaft. Das hier eine Partei, die bei einer Wählerschaft von um die 20% liegt, ausgeschlossen wird, zeigt das wahre Verständnis von Gewerkschaft und Altparteien bezüglich Demokratie.

Hallo Nutzer Andreas T.! Das ist absurd. Erst werfen Sie mir vor, nicht neutral zu sein. Dann bemängeln Sie, dass ich den Vorgang nicht werte - also neutral bleibe -, sondern einen Kommentar mit Fakten einordne. Entscheiden Sie sich bitte, ob Sie Neutralität oder Meinung wollen. Auch habe ich weder etwas von Asylpolitik geschrieben noch angedeutet. Mit freundlichen Grüßen, Oliver Wunder, Nordkurier-Redaktion

Sie werten doch, in dem Sie auf einen Kommentar eines Lesers angeben, dass sich die Partei gewandelt hat. Wo die Fakten dafür in Ihrem Beitrag waren, von denen Sie sprechen, ist mir nicht ersichtlich. Wenn Sie nicht auf die Asylpolitik anspielen, worauf dann? Welches andere Thema der Partei würde denn einen Ausschluss aus Ihrer Sicht oder aus der der Gewerkschaft von einem sogenannten Demokratiefest rechtfertigen, den es in der Vergangenheit nicht gab?

... an seinen Infoständen so benimmt wie die AfD muss sich nicht wundern wenn er nicht mehr eingeladen wird: http://www.nordkurier.de/mecklenburg-vorpommern/afd-mitglied-wegen-reizgas-attacke-angeklagt-1311041011.html

Schwarzesschaf trifft auf dich nicht zu...du läufst doch auch nur brav mit der Herde und gibts nur den Einheitsbrei wieder.Die Afd Stände wurden zuvor massiv durch linksradikale/autonome Kräfte in anderen Städten angegriffen .Im besagten Fall war es sicherlich anders,aber man kann einen gewissen Selbstschutz diesen Leuten nicht verdenken .Aber mit dem Marktplatz und Demokratie fest hat das nichts zu tun.Ab ins Glied und weiter mit der Herde laufen schwarzesschaf.

Die regierenden s.g. "Volksparteien" sind so weit vom Volk entfernt wie der Mond von der Erde. Die kommenden Wahlen werden es vielen zeigen wohin der deutsche Weg eigentlich geht. Man hat sich über die Diktatur in der DDR erbost, aber was ist das heute für eine Bevormundunmg. man kann im eigenen Land ja nicht mal mehr den deutschen Sprachschatz gebrauchen um mit manchen Richtern ins Geschäft zu kommen. Die großen scheffeln sich immer mehr Diäten zu und bringen die Steuerschraube bis ans Ende. Mich würde mal wirklich interessieren was für ein rentenfeindliches Steuerloch die Besteuerung von Altersrente füllen soll. Sicher ein Dank für das treue Schaffen der alten Generation, die Altersarmut lässt grüßen...

Man sollte es beim Namen nennen die AFD ist ein Rechte Partei. Mit demokratischen Grundwerten hat diese Partei nichts zu tun. Darum ist die Entscheidung richtig.

Das entscheiden nicht sie.Eine angebliche Demokratie lebt von einer Parteienvielfalt ,die unterschiedliche Meinungen der Bevölkerung vertreten soll.Dies geschieht hier nicht.Wer nicht mit dem Strom schwimmt , wird schmell Mundtot gemacht oder als Recht /undemokratisch dargestellt.Geringe Wahlbeteiligung,die Abkehr von den alten Parteien zeugen vom Niedergang .

Um weiteren pseudo-demokratischem Geschwurbel vorzubeugen: Nicht die Demokratie oder Meinungsvielfalt entscheiden, wer an Veranstaltungen teilnehmen darf, sondern der Veranstalter. Der Veranstalter hat Hausrecht. Und keine Sorge, die AfD wird sicherlich nicht mundtot gemacht, wenn diese an einer Veranstaltung in Neubrandenburg nicht teilnehmen darf.

Was ich hier lese erinnert schon sehr an die Zeiten vor 1989, wo rote Parteien und Organisationen bestimmten, was in der Öffentlichkeit erlaubt und was verboten ist. Demokratisch befindet sich Deutschland geradewegs auf dem Weg zurück in eine Diktatur, wo die Etablierten bestimmen, was zu tun und zu lassen ist. In keinem anderen europäischen Land agiert man so intolerant gegen Menschen und Parteien mit anderen Vorstellungen wie in Deutschland. Egal ob z.B. in Frankreich die Front National, in Österreich die FPÖ oder sonst wer, alle werden toleriert und haben sich in der politischen Landschaft etabliert, bzw. bestimmen oben in der Politik mit. Nur bei Euch in Deutschland scheint das nicht zu funktionieren und wird verfolgt wie zu Stalins Zeiten. Die Toleranz in Deutschland ähnelt ungefähr der des Iran oder der Türkei. Auch 71 Jahre nach dem Ende des NS werden in Deutschland immer noch Andersdenkende verfolgt! Darüber sollte man vielleicht einmal nachdenken! Gruß aus Österreich.

Jetzt bin ich mir erst recht sicher was ich wähle. Meine Familie ist 1989 nicht auf die Straße gegangen um wieder in einer Gesinnungsdiktatur zu landen.

Es handelt sich um ein zusammengesetztes Substantiv aus den Worten Demokratie und Fest. Ich nehme an, die Veranstalter beabsichtigen, die Demokratie zu feiern. Wie die AfD auf den Gedanken kommen konnte, dort mitfeiern zu wollen, ist mir ein Rätsel.

Wenn das mal nicht gelebte Demokratie ist: die Opposition wird ausgeladen, damit die Anscheinsdemokraten sich mit viel Pathos die Hände schütteln und auf die Schultern klopfen können. Das wirkt auf zivilisierte Länder im Rest Europas wie die Propagandashow einer sterbenden DDR, in der Privilegierte Champagnerkommunisten den Segen des real existierenden Sozialismus lobhudeln, während in Bitterfeld tote Vögel vom Himmel fallen, wenn der Wind falsch weht. Merkel war bei Erich ja für Agitprop zuständig - somit keine wirkliche Überraschung, sofern man in der Schule nicht nur Duckface und SWAG lernte.