Hundebesitzer in Sorge:

Gift-Verdacht auf dem Datzeberg

Einwohner im Wohngebiet sorgen sich um ihre Hunde. Möglicherweise gab es Fälle von Vergiftungen. Der Polizei ist so etwas allerdings nicht bekannt.

An dieser Ecke, wo die Bräsig-Straße auf die Uns Hüsung trifft, hat Nicole Keibels Hund Adele den Knochen gefunden, der ihm nicht gut bekommen ist.
A. Brauns An dieser Ecke, wo die Bräsig-Straße auf die Uns Hüsung trifft, hat Nicole Keibels Hund Adele den Knochen gefunden, der ihm nicht gut bekommen ist.

Einen Tag lang hat die ganze Familie gebangt, insbesondere ihre beiden Kinder, sagt Nicole Keibel. Ihrem Hund Adele, einer jungen Shih Tzu-Dame, ging es sehr schlecht, nachdem sie einen Knochen gefressen hatte, in dem Nicole Keibel Gift vermutet. Sie war vor wenigen Tagen mit ihrer Tochter auf dem Weg zur Bushaltestelle, als der Hund gleich gegenüber ihrer Wohnung in der Uns Hüsung den Knochen auf dem Gehweg fand und fressen wollte. Ein Stück habe sie ihm noch wegnehmen können, aber nicht alles. Schon kurze Zeit später im Bus fing Adele an zu spucken, erst abends und nach drei Kohletabletten ging es ihr wieder besser.

Ein Hund starb bereits

Möglicherweise kein Einzelfall. Hundebesitzer auf dem Datzeberg sind besorgt, man warne sich gegenseitig, bestätigt Joachim Wollinsky, der auch von solchen Vorfällen gehört hat. Der Hund von Ursula Foltes, die ebenfalls in der Uns Hüsung wohnt, starb vor rund drei Wochen. Beim Gassigehen habe er im Dunkeln etwas gefressen. Abends sei er noch putzmunter gewesen, fing nachts an zu spucken, wurde schließlich ganz apathisch, erzählt sie. „Wir wissen natürlich nicht, woran er gestorben ist, aber wir vermuten, dass es Gift war, weil er vorher nichts hatte und dann innerhalb von 24 Stunden dahin war“, sagt sie.

Jetzt auch Angst um die Kinder

Der Polizei sind aus diesem und dem vergangenen Jahr keine solche Verstöße gegen das Tierschutzgesetz bekannt. Es gebe nur vier Vorgänge wegen nicht angeleinter oder bei Hitze im Auto gelassener Hunde, so Verena Splettstößer, Sprecherin der Polizeiinspektion.

Nicole Keibel könnte sich vorstellen, dass jemand Gift auslegt, der sich über die Hunde und vor allem die vielen Hundehaufen im Stadtviertel ärgert. Das nerve sie ja selbst. Sie wünscht sich deshalb mehr Hundeklos oder Papierkörbe in dem Bereich. Ursula Foltes möchte sich lieber nicht vorstellen, dass „da jemand was auslegt. Wir haben im Hochhaus so viele Kinder“.

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