Baugrundstücke finden noch keine Besitzer:

Gnadenfrist für Parkplätze in Neubrandenburg

Wer regelmäßig auf Parkplatzsuche in der City ist, wird sich freuen. Die Stellplätze an der Poststraße bleiben vorerst erhalten. Das Baugrundstück wurde zwei Mal zum Verkauf ausgeschrieben, die Stadt lehnte die Bewerbungen aber ab.

Wo jetzt noch Autos parken, sollen Wohnungen entstehen, aber die Stadt hat‘s nicht eilig mit dem Verkauf.
I. Nehls Wo jetzt noch Autos parken, sollen Wohnungen entstehen, aber die Stadt hat‘s nicht eilig mit dem Verkauf.

„Baugrundstücke zu verkaufen“ – das schon seit längerer Zeit um Investoren werbende Schild an der Stargarder Straße/Ecke Poststraße wird jetzt erst mal verschwinden. Zwar ist von den drei Baufeldern zu beiden Seiten des Synagogenplatzes nach wie vor eins zu haben, aber die Stadt hat es nicht eilig mit dem Verkauf des Parkplatzes. Zwei Ausschreibungen haben nach Angaben von Thomas Riemer, Geschäftsführer der Kommunalen Entwicklungsgesellschaft (KEG), nicht das gewünschte Ergebnis gebracht. „Es ist ja auch nicht so einfach, das Grundstück liegt direkt an der vielbefahrenen Zufahrt zur Innenstadt“, sagt er. Zudem sei die Stadt im Moment ganz froh, dass der Parkplatz zur Verfügung stehe, er werde sehr gut genutzt. „Zumal es weitere Nutzungspläne im ehemaligen Postgebäude gibt“, sagt er.

Gebaut wird an der Poststraße trotzdem. Die Firma Baar Bau aus Feldberg hat die Baufelder zwei und drei hinterm Synagogenplatz gekauft, will die ehemalige Volkshochschule als Villa sanieren und drei neue Gebäude als „Neuen Markgrafenhof“ errichten. 26 Eigentumswohnungen sollen dort entstehen. Städtebaulich und aus naturschutzrechtlicher Sicht müsse bei den Planungen des Investors noch einiges geklärt werden, aber er sehe für den Baustart schon „frohgemut in die Zukunft“, so Thomas Riemer.

In den 90er-Jahren gab es für das Areal an der Poststraße Pläne für eine Markthalle, das wurde aber verworfen. Reine Wohnbebauung hat die Stadt auf dem Baufeld eins an der Stargarder Straße aber nicht im Sinn. „Handel und Wandel stellen wir uns im Erdgeschoss schon vor“, so Riemer. Potenzial habe der Standort, wenn man sehe, wie sich die alte Post und der Biomarkt entwickelt haben. Wichtig sei an der Poststraße aber auch, trotz Bebauung auch genügend Parkplätze anzubieten.

In den beiden bisherigen Ausschreibungen habe es jeweils nur einen Bewerber gegeben. Beim ersten Anlauf „stimmte der Preis nicht“, bei der zweiten entsprach das „städtebauliche Konzept nicht unseren Vorstellungen“. Dass es nun vorerst keinen dritten Anlauf gibt, sei nicht dramatisch. Das Hauptaugenmerk in Sachen Wohnbebauung liege derzeit auf der Fläche der ehemaligen Gesamtschule.

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