Diebstähle auf Friedhöfen:

Grabräuberereien werden selten angezeigt

Viele haben es schon erlebt: Beim Besuch auf dem Friedhof sind Blumen oder andere Dinge verschwunden, mit denen man kurz vorher das Grab verschönert hat. Doch bei der Polizei werden diese Fälle offenbar gar nicht angezeigt.

Immer wieder verschwinden Blumen von Gräbern. Zur Polizei gehen deshalb aber die wenigsten, seit mehreren Jahren gab es keine Strafanzeigen mehr deshalb.
Andreas Segeth Immer wieder verschwinden Blumen von Gräbern. Zur Polizei gehen deshalb aber die wenigsten, seit mehreren Jahren gab es keine Strafanzeigen mehr deshalb.

Blumen, kleine Gipsengel, Kerzen oder andere Gegenstände der Trauer - immer wieder verschwinden diese Dinge auch in Neubrandenburg von Gräbern. Oft handle es sich bei den Tätern um auswärtige Besucher, die ohne Blumen angereist sind, weiß Andreas Vogel, der im Rathaus als Sachgebietsleiter unter anderem für die Friedhöfe zuständig ist. Zur Anzeige wird dieser Diebstahl allerdings so gut wie nie gebracht: Wie die Neubrandenburger Polizei mitteilt, ist der Straftatbestand der „Störung der Totenruhe“ - so wird die Grabräuberei im Juristendeutsch genannt - seit 2011 in Neubrandenburg nicht ein einziges Mal angezeigt worden. Im ganzen Landkreis Seenplatte hingegen gab es 2011 vier Anzeigen und 2012 fünf.

Andreas Vogel hat seine Mitarbeiter nun allerdings angewiesen, auf dem Friedhof noch achtsamer zu sein, was mögliche Diebstähle angeht. Es sei sehr traurig, wenn gerade Grabschmuck gestohlen wird. Der materielle Wert sei dort meist nicht sehr hoch, der ideelle Wert aber umso größer.

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